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Purinarme Ernährung ist entscheidend bei Gicht

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Gicht und Ernährung  

Gicht durch Ernährung beeinflussen – aber wie?

08.08.2015, 15:35 Uhr | jmi

Purinarme Ernährung ist entscheidend bei Gicht. Gicht ist durch die Ernährung zu beeinflussen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Gicht ist durch die Ernährung zu beeinflussen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Geschwollene und gerötete Knöchel, reißende Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit. Wer schon einmal einen Gichtanfall hatte, kennt die schier unerträglichen Schmerzen, die selbst das Aufstehen zur Qual machen.

Gicht ist oft die Folge falscher Ernährung

Die Krankheit Gicht kann angeboren, aber auch das Ergebnis falscher Ernährung sein. Viele Lebensmittel, auch solche, die gemeinhin als gesund gelten, können Gicht auslösen. Entscheidend ist, wie viel Harnsäure beim verstoffwechseln einzelner Lebensmittel anfällt. Ein hoher Harnsäurespiegel kann einen Gichtanfall auslösen.

Harnsäure entsteht durch Purine

Harnsäure entsteht im Körper, wenn so genannte Purine abgebaut werden. Purine sind Bestandteile aus Zellkernen und somit in unserer Nahrung enthalten. Fällt Harnsäure in normalen Mengen an, ist der Körper imstande, diese über die Nieren und den Darm auszuscheiden.

Ausführlich: Was sind Purine?

Zu viel Harnsäure verursacht Gicht

Durch Lebensmittel mit einem hohem Puringehalt – wie etwa bestimmte Fleischsorten, Bier oder Hülsenfrüchte - steigt der Harnsäurespiegel im Blut an (Mediziner sprechen von einer Hyperurikämie). Der Körper ist irgendwann nicht mehr in der Lage anfallende Harnsäure auszuscheiden und lagert diese, vorzugsweise an den Gelenken, ein. Die Folgen sind Schmerzen, Verformungen und Versteifungen.

Finger weg von Lebensmittel mit hohem Puringehalt

Wer Probleme mit Gicht hat oder ihr vorbeugen will, sollte in jedem Fall „Purin-Bomben“ meiden. Fleisch, Innereien und bestimmte Fischsorten wie beispielsweise Sardinen, Forelle und Hering sind für Menschen mit einem erhöhten Harnsäurespiegel ungünstig. Bei 100 Gramm Hähnchenbrust bilden sich zum Beispiel 180 Gramm Harnsäure. Ab 500 Gramm pro Tag wird es gefährlich. Gichtpatienten sollte es möglichst bei nur 300 Gramm am Tag belassen.

Bier und Hülsenfrüchte sind besonders gefährlich

Gicht-Patienten sollten auf Alkohol weitgehend verzichten. Bier – auch alkoholfreies - ist durch seinen Hefegehalt besonders gefährlich. Auch Wein – sowohl Weißwein als auch Rotwein – setzt viel Harnsäure frei. Erbsen und Linsen haben es besonders in sich – 150 bis 200 Gramm Harnsäure bilden sich, wenn man je 100 Gramm davon isst. Auch Spinat und Spargel enthalten vergleichsweise viel Purin. Betroffene sollten diese Lebensmittel nur in sehr kleinen Portionen zu sich nehmen.

Leckere Alternativen ohne Gicht-Gefahr

Auf leckeres und frisches Essen müssen Menschen mit erhöhtem Gichtrisiko nicht verzichten. Beim Fleisch sind zum Beispiel Mettwurst, Jagdwurst und Frühstücksschinken eine purinarme Alternative. Gemüse wie Zucchini, Tomaten, Salat und Gurken können problemlos gegessen werden. Obst ist ebenfalls weitestgehend unkritisch. Äpfel, Birnen, Orangen und Melonen dürfen häufig auf dem Speiseplan stehen. Wer weniger Fleisch isst und trotzdem seinen Eiweißbedarf decken will, kann außerdem bedenkenlos zu Eiern, Käse und Milchprodukten wie Quark und Joghurt greifen. Sie sind alle annähernd frei von Purinen.

Ausführlich: Purintabelle zeigt Harnsäurewert von Lebensmitteln

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