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Augenlid zuckt – Körpersignale richtig deuten

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Ist es gefährlich, wenn das Augenlid zuckt?

10.08.2011, 10:16 Uhr | jlu/cme

Augenlid zuckt: Körpersignale müssen nicht immer Zeichen für gesundheitliche Probleme sein. (Quelle: imago)

Ohrensausen und Augenzucken müssen nicht immer Zeichen für gesundheitliche Probleme sein. (Quelle: imago)

Das hat fast jeder schon erlebt: Man geht konzentriert einer Tätigkeit nach und plötzlich fängt das Augenlid an zu zucken. Das verunsichert - vor allem, wenn man in einer wichtigen Besprechung sitzt. Was verursacht das Zucken und ist es gefährlich? Auch andere Körpersignale stellen uns vor Rätsel oder machen uns Angst: Da ist die Hand im Schlaf taub geworden, in den Ohren saust es oder die Beine zucken beim Einschlafen. Lesen Sie in der Infobox links unten, was hinter diesen Körperphänomen steckt und wann Sie zum Arzt gehen sollten.

Zuckendes Augenlied ist meist harmlos

Wegen eines zuckenden Augenlides braucht sich keiner Sorgen zu machen. Stress, Übermüdung oder zu viel Fernseh- oder PC-Arbeit können die Ursache sein. Auch zu viel Koffein kann das unangenehme Phänomen auslösen. Kehrt das Zucken immer wieder, kann aber auch ein Mineralstoffmangel dahinterstecken. In diesem Fall sollten Sie sicherheitshalber einen Arzt aufsuchen und abklären lassen, ob nicht doch eine behandlungsbedürftige Krankheit dahinter steckt. (Augenzucken: Ursachen und Folgen)

Muskeln schlafen später ein

Auch zuckende Beine beim Einschlafen haben meist eine harmlose Ursache: Beim Einschlafen ruht der Körper und verlangsamt verschiedene Vorgänge, zum Beispiel in Nerven und Muskeln. Die Körperfunktionen werden allerdings unterschiedlich schnell heruntergefahren: Während die Gehirnregionen des Denkens schon fast schlafen, ist der für Bewegung zuständige Gehirnbereich noch aktiv. Die dabei entstehenden Muskelkontraktionen nimmt man als Zucken im Bein wahr.

Stress begünstigt das Zucken im Bein

Die Ursache für das Zucken ist also in der Regel harmlos. Wer allerdings unter Stress steht oder zu wenig trinkt, leidet beim Einschlafen häufiger unter dem Beinzucken. Doch auch Magnesiummangel kann zu unkontrollierten Muskelkontraktionen führen. Diese treten dann meistens zusammen mit nächtlichen Wadenkrämpfen auf. Zum Arzt gehen sollte man, wenn man mehrmals in einer Nacht von Zuckungen wach wird und sie auch tagsüber auftreten. In diesem Fall könnte ein Restless-Legs-Syndrom vorliegen.

Harmloses Kribbeln oder ernsthafte Krankheit?

Doch nicht nur zuckende Beine sind ein verbreitetes Schlafphänomen. Oft raubt einem auch ein Taubheitsgefühl in der Hand den Schlaf. Die Ursache ist meist ein abgeklemmter Nerv. Liegt man nachts auf dem Arm oder verschränkt Arme und Beine, kann es passieren, dass die Reizweiterleitung im Nerv gestört ist. Bewegt man jetzt Hände und Füße, ist das Gefühl in den Gliedmaßen schnell wieder hergestellt. Hält das Taubheitsgefühl allerdings über Stunden oder gar Tage an oder kehrt es immer wieder, kann eine ernste Erkrankung dahinter stecken. So kann ein anhaltendes Kribbeln in den Fingern auf einen Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule hinweisen.

Vorsicht bei anhaltender Taubheit

Kehrt das Kribbeln in der Nacht immer wieder, ist möglicherweise der Handwurzelnerv eingeklemmt. Bei diesem so genannten Karpaltunnelsyndrom erhält die Muskulatur in der Hand immer weniger Nervensignale. Die Ursache dafür können Knochenbrüche, eine Sehnenscheidentzündung oder auch hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren sein. In der Folge werden die Muskeln immer schwächer, man bekommt Schwierigkeiten beim Zupacken. Um das zu verhindern, sollte man bei anhaltendem oder wiederkehrendem Taubheitsgefühl unbedingt zum Arzt gehen. Dieser kann mit einer speziellen Schiene den Druck auf den Nerv verringern oder im Notfall den eingeklemmten Nerv durch eine Operation befreien.

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Quelle: jlu/cme

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