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Organspende: Steinmeier will von jedem Bürger eine Aussage zur Organspende

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Steinmeier will von jedem Bürger eine Aussage zur Organspende

10.11.2010, 16:26 Uhr | afp, AFP

Organspende: Steinmeier will von jedem Bürger eine Aussage zur Organspende . Mit dem Organspendeausweis kann man seinen Willen eindeutig dokumentieren. (Foto: imago)

Mit dem Organspendeausweis kann man seinen Willen eindeutig dokumentieren. (Foto: imago)

Durch eine Gesetzesänderung will SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier die Zahl der Organspenden in Deutschland erhöhen. Der Politiker, der im August seiner Frau eine Niere gespendet hatte, plädierte für eine Äußerungspflicht, wie sie auch der Nationale Ethikrat vorschlägt. Danach muss jeder zu Lebzeiten erklären, ob er im Falle seines Todes seine Organe spenden will. Ein Zentralregister soll die Aussagen speichern.

Zu viele Menschen sterben wegen Mangel an Spenderorganen

Steinmeier will nach eigenen Angaben in den nächsten Wochen mit den anderen Bundestagsfraktionen sprechen, um eine entsprechende Änderung des Organspendegesetzes zu erreichen. "Jeden Tag sterben drei Menschen, eintausend im Jahr, weil das geeignete Spenderorgan fehlt", sagte er gegenüber der "Rhein-Neckar-Zeitung". Damit dürfe sich keiner abfinden. Steinmeier hatte seiner Frau Elke Büdenbender im August eine Niere gespendet.

In Deutschland gilt die Zustimmungsregelung

In Deutschland ist Organspende nach dem Gesetz nur möglich, wenn man sich dazu bereit erklärt hat - per Organspendeausweis oder mit Aussagen gegenüber Angehörigen, die die Klinikärzte im Ernstfall über den Willen des Verstorbenen aufklären können. In anderen EU-Ländern gilt die so genannte Widerspruchslösung: Ärzte könnten allen Hirntoten Organe entnehmen, wenn die Betroffenen zuvor nicht widersprochen haben.

Ausschuss befürwortet Zentralregister für Organspender

Auch der Petitionsausschuss des Bundestages setzt sich dafür ein, die Zahl der Organspenden zu erhöhen. Am 10. November beschloss der Ausschuss einstimmig, eine Petition mit entsprechenden Vorschlägen an das Bundesgesundheitsministerium zu überweisen. Der Ausschuss schlägt vor, einen Transplantationsbeauftragten einzustellen und auszubilden, ein zentrales Register zur Verwaltung der Spendenbereitschaft einzurichten und die Bürger regelmäßig nach ihrer Bereitschaft zur Organspende zu befragen, etwa wenn sie einen Personalausweis beantragen. Der Ausschuss plädiert außerdem für die Förderung der Lebendspende, also der Spende von Organen wie etwa Nieren bereits zu Lebzeiten des Spenders.

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