10.08.2011, 10:16 Uhr | dapd/jlu
Männer sollten Schmerzen, Schwellungen und Verhärtungen im Bereich der Hoden ernt nehmen: Sie sind häufig ein Warnsignal für eine ernste Erkrankung. Fast die Hälfte der Männer leidet im Laufe des Lebens mindestens einmal unter Beschwerden der Prostata oder des Hodenbereichs, schätzt Prof. Michael Zitzmann vom Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie in Münster. Lesen Sie hier, welche Ursachen Hodenschmerzen haben können und wann Sie zum Arzt gehen sollten.
Eine Ursache für Schwellungen am Hoden ist eine Nebenhodenentzündung. "Die Schmerzen treten dabei nicht plötzlich auf, sondern entwickeln sich langsam über mehrere Tage", sagt der Hamburger Urologe Professor Christian Wülfing. Manche Patienten klagen zudem über Symptome, die einer Blasenentzündung ähneln: häufiger Harndrang, Brennen beim Wasserlassen und Schmerzen im Unterbauch. "Zur Behandlung werden Antibiotika verabreicht, außerdem sollten Betroffene Bettruhe halten und die Schwellung gelegentlich kühlen. Dann ist meist schon nach ein bis zwei Tagen alles überstanden", weiß der Arzt. An einer Nebenhodenentzündung erkranken vor allem ältere Männer.
Es kommt zwar seltener vor, doch Hodenschwellungen können auch ohne Schmerzen auftreten. "Dies kann ein Hinweis auf Krampfadern im Hodenbereich oder auf einen Leistenbruch sein, der in den Hodensack hineinzieht", erklärt Wülfing. Hodenkrebs könne ebenfalls hinter den Veränderungen stecken. Die gute Nachricht: Die Heilungschancen dieses Krebses liegen bei über 90 Prozent. "Wer Schwellungen oder Verhärtungen im Hoden bemerkt, sollte immer zum Urologen gehen. Dieser kann mit einem Ultraschall und anderen harmlosen Untersuchungen die Ursache finden und entsprechende Behandlungen einleiten", sagt der Mediziner.
"Die häufigste und gefährlichste Ursache für eine Hodenschwellung ist die so genannte Hodentorsion. Dabei dreht sich der Hoden um die eigene Achse und schnürt sich selbst die Blutversorgung ab", weiß Wülfing. Die Ursache der Verdrehung ist noch nicht bekannt. Typisch dafür sind plötzlich einsetzende heftige Schmerzen. Werde nicht innerhalb von vier bis sechs Stunden operiert und der Hoden wieder in die richtige Lage gebracht, bestehe die Gefahr, dass er absterbe und entfernt werden müsse. "In der Regel tritt eine Hodentorsion im Kinder- und Jugendalter auf, danach sinkt das Risiko einer Erkrankung", erläutert der Urologe. Das Tückische: Hodentorsionen werden oft zu spät entdeckt. "Männer, beziehungsweise Eltern mit ihren Söhnen sollten bei schmerzhaften Veränderungen im Hodenbereich immer sofort zum Arzt gehen", rät Wülfing.
10.08.2011, 10:16 Uhr | dapd/jlu
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