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Mit Erkältung nicht in die Sauna gehen

10.08.2011, 10:16 Uhr | cme mit Material von dpa

Sauna: Mit Erkältung nicht in die Sauna gehen. Sauna: Bei Erkältungen und Herzproblemen sollte man die Sauna meiden. (Foto: Archiv)

Bei Erkältungen und Herzproblemen sollte man die Sauna meiden. (Foto: Archiv)

"Einen Schnupfen kann man ausschwitzen", denken viele und gehen trotz Erkältung in die Sauna. Ein großer Irrtum, denn ein geschwächtes Immunsystem wird durch die Schwitzkur noch mehr strapaziert. Zwar härten regelmäßige Saunagänge den Organismus ab und stärken so das Immunsystem. Dies gilt aber nur vorbeugend. Doch wie sieht es bei Krampfadern, Atemproblemen und Kreislaufschwäche aus? Lesen Sie hier, wer beim Saunieren Vorsichtsmaßnahmen ergreifen und wer besser ganz darauf verzichten sollte.

Hitze bedeutet Stress für den Körper

Entscheidend für die Stärkung der Abwehr ist der Wechsel von heiß und kalt: "Durch das Wechselbad wird der Kreislauf trainiert, der Blutdruck gesenkt und die Abwehrkraft stimuliert", sagt der Berliner Mediziner und frühere Präsident des Deutschen Sauna-Bundes, Professor Eberhard Conradi. Das Aufheizen bedeute natürlichen Stress für den Körper, der sich anders auswirke als der ständige Alltagsstress. Wichtig für den Erholungseffekt sei, zwischen den Saunagängen und danach zu pausieren: "Saunieren hilft, mit Stress umzugehen, indem es das vegetative Nervensystem beruhigt und stabilisiert."

Was man bei Krampfadern beachten sollte

Aus ärztlicher Sicht gibt es nur wenige Krankheiten, die den Saunagang verbieten. Vor allem sind das laut Conradi Herzinfarkt, Schlaganfall, Fieber und Infektionskrankheiten. Unbedenklich sei Saunabaden jedoch bei Krampfadern, vorausgesetzt, man passe sein Verhalten in der Sauna an. Der Mediziner empfiehlt Krampfader-Patienten, die Beine hochzulegen, nicht lange herumzustehen und von kalten Güssen reichlich Gebrauch zu machen.

Vorsicht bei Herzbeschwerden

Patienten mit Herzbeschwerden sollten allerdings vorsichtig sein. "Menschen, die unter starken Herzrhythmusstörungen leiden, dürfen nicht in die Sauna gehen", sagt Dr. Rainer Brenke, Facharzt für Innere Medizin und Naturheilkunde von der Hufeland-Klinik in Bad Ems. Bei Herzschwäche entscheidet die Leistungsfähigkeit darüber, ob Saunagänge möglich sind. Wer auf dem Fahrrad-Ergometer 75 Watt oder mehr leisten kann, darf laut Brenke auch in die Sauna. Sicherheitshalber sollten Herzpatienten den geplanten Saunabesuch mit ihrem Arzt besprechen.

Mit Bluthochdruck nicht ins Tauchbecken

Für Bluthochdruckpatienten ist die Hitze kein Problem. Bei Wärme weiten sich die Arterien und der Blutdruck sinkt. Bei Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen, der Blutdruck steigt. Einige Ärzte raten daher von Kälteanwendungen ab. Laut Brenke sind kalte Duschen prinzipiell kein Problem. Aber: "Ins Tauchbecken sollte man mit hohem Blutdruck nicht steigen", warnt der Arzt. Zu der Kälte komme dann nämlich noch der Wasserdruck, der den Blutdruck zusätzlich in die Höhe treibt.

Asthma-Patienten dürfen in die Sauna

Asthma-Patienten können sogar von der Sauna profitieren. Die Wärme entspannt die Muskulatur in den Bronchien, was das Durchatmen verbessert. Da sich die Bronchien bei Kälte zusammenziehen, raten viele Ärzte von den Kälteanwendungen ab. Da die Kälte jedoch vor allem an die Haut kommt und nicht eingeatmet wird, sieht Brenke diese Gefahr nicht: "Mir ist kein einziger Fall von Asthmaanfall durch Kälteanwendungen in der Sauna bekannt", sagt der Mediziner. Im Zweifelsfall sollten Patienten ihren Arzt fragen. Bei akuten Atemproblemen wird von der Schwitzkur generell abgeraten.

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