02.02.2012, 10:16 Uhr | jlu
Unter kalten Füßen leidet im Winter fast jeder. Ohne dicke Socken geht derzeit deshalb wohl niemand außer Haus. Und trotzdem leiden viele unter Eisfüßen und führen es nur auf die Kälte zurück. Doch dass ist nicht immer richtig, denn kalte Füße können auch ein Symptom für eine Krankheit sein. Lesen Sie hier Tipps gegen die Kälte und kalte Füße.
Die Ursache für kalte Füße ist immer eine Verengung der Blutgefäße, die den Blutfluss verlangsamt. Wird sie durch Kälte ausgelöst, ist sie Harmlos. Die Engstellung kann aber auch von einer Krankheit verursacht werden. Ob Eisfüße von der Kälte kommen oder ob sich dahinter Schlimmeres verbirgt, kann man leicht herausfinden: Wer im Winter trotz Kälteschutz wie dicken Socken, Lamm- oder Thermoeinlagen regelmäßig Eisfüße bekommt, sollte zum Arzt gehen. Das gilt vor allem für Menschen, die auch im Sommer unter kalten Füßen leiden.
Eine ernste Ursache für kalte Füße kann eine chronische Durchblutungsstörung der Beine sein. Ausgelöst wird die Erkrankung vor allem durch Verengungen kleinerer Gefäße des Unterschenkels und der Füße. Bei den Betroffenen macht sich diese Mangeldurchblutung aber nicht nur durch das Erkalten der Füße bemerkbar, sondern auch durch Schmerzen und Gefühlsstörungen. Schreitet die Krankheit weiter vor, können sogar einzelne Zehen absterben.
Hinter schlecht durchbluteten Beinen steckt in der Regel eine Gefäßerkrankung, meistens die so genannte Artherosklerose. Bei der auch als Gefäßverkalkung bekannten Krankheit verengen sich die Gefäße so sehr, dass das Blut nicht mehr richtig fließen kann. Das macht sich durch kalte Füße bemerkbar. Gefährlich wird eine Artherosklerose, wenn sie weiter fortschreitet und nicht entdeckt wird. Dann drohen Verschlüsse in den Blutbahnen, die einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen können. Wer raucht, unter Diabetes leidet, Bluthochdruck hat oder übergewichtig ist, hat ein höheres Risiko für eine Gefäßverengung. Artherosklerose kann aber auch genetische Ursachen haben.
Wer ständig Eisfüße hat, könnte auch unter niedrigem Blutdruck (Hypotonie) leiden. Dabei verlangsamt sich der Blutfluss, die Betroffenen bekommen zum Beispiel kalte Füße und Hände, frieren am ganzen Körper und sind müde. Die meisten Patienten leiden unter einer primären Hypotonie. Das heißt, dass der niedrige Blutdruck ein Dauerzustand ist und nicht von einer anderen Erkrankung hervorgerufen wird. Welche Ursachen er hat, ist bisher nicht bekannt. Auffällig ist jedoch, dass vor allem junge und schlanke Menschen - insbesondere Frauen - an niedrigem Blutdruck leiten. Mediziner vermuten, dass neben geschlechtsspezifischen auch genetische Faktoren eine Rolle spielen.
Egal woher die kalten Füße kommen: Um die Durchblutung anzukurbeln, helfen zum Beispiel Saunagänge, Ausdauersport, Wechselduschen und Kneippbäder. Außerdem ist es ratsam, die Beine beim Sitzen nicht übereinander zuschlagen sondern nebeneinander auf den Boden zu stellen. Wer möchte, kann auch spezielle Fuß- und Zehengymnastik machen, etwa die Zehen mehrmals hintereinander spreizen oder die Fußsohle auf einem Igelball kreisen. Allgemein gilt: Wer sich regelmäßig bewegt, bringt den Kreislauf auf Trab und fördert so die Durchblutung.
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02.02.2012, 10:16 Uhr | jlu
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