31.01.2011, 11:53 Uhr
Pigmentstörung oder Hautpilz? Der Hautarzt stellt es fest. (Foto: imago)
Viele Menschen haben kleine weiße Flecken auf der Haut, die sich im Sommer wie kleine Inseln auf der gebräunten Haut abzeichnen. Die Betroffene halten die Flecken meistens für Pigmentstörungen, doch es kann sich um einen Hautpilz handeln. Pityriasis versicolor ist der Fachbegriff für diese Hautkrankheit. Wir haben einen Hautarzt gefragt, welche Auslöser es gibt und wie man den Pilz wieder los wird.
Pityriasis versicolor sei sehr verbreitet, insbesondere bei jüngeren Menschen um die 20, erklärt der Hautarzt Dr. Ulrich Klein aus Witten. Die Pilzinfektion ist harmlos und wird durch einen speziellen Hefepilz ausgelöst. Fast jeder trägt Hefepilze in sich, beziehungsweise auf der Haut. Doch ob sich Pilze ausbreiten und Hautveränderungen bewirken, hängt von der persönlichen Veranlagung ab. Häufig betroffen seien Menschen mit fettigem Hauttyp, erklärt der Arzt.
Der Hautarzt weist darauf hin, dass enge Kleidung das Problem verstärkt. "Vor allem im Sommer schwitzt man unter der Kleidung, außerdem trägt man häufig Sonnencreme auf - damit füttert man den Pilz regelrecht." Klein betont jedoch, dass die Pilzinfektion kein Zeichen mangelnder Hygiene ist. Er rät Betroffenen, sich luftig zu kleiden und Wäsche bei 60 Grad Celsius zu waschen.
Im Sommer macht sich die Pilzinfektion durch weiße Flecken bemerkbar, die nicht braun werden. Im Winter dagegen, erscheinen die befallenen Hautstellen eher bräunlich. Die Flecken sind etwa so groß wie Münzen und können auch zu größeren Stellen zusammenwachsen. In Extremfällen kann der ganze Rücken befallen sein. Bei manchen Patienten bildet der Pilz nur stecknadelkopfgroße Flecken und ist dann auch für den Hautarzt nicht leicht zu erkennen.
Pilz oder Pigmentfleck? Man kann es ganz einfach zu Hause testen: "Man reibt die Stelle fest mit einem Wattestäbchen ab. Eine Pigmentstörung schuppt normalerweise nicht. Wenn sich Schuppen abheben, handelt es sich wahrscheinlich um einen Pilz", erklärt Klein. Um andere Hauterkrankungen wie Neurodermitis auszuschließen und um den Pilz behandeln zu lassen, sollte man einen Hautarzt aufsuchen. Dieser kann mit einer Speziallampe eine eindeutige Diagnose stellen und nötigenfalls Hautschuppen entnehmen, um eine Pilzkultur anzulegen.
Ansteckend ist Pityriasis versicolor aber nur für Menschen, die ebenfalls einen entsprechenden Hauttyp haben. In Gesundheitsforen kursiert die Befürchtung, dass man sich den Hautpilz leicht im Solarium oder in der Sauna einfangen kann. Für eine Ansteckung müssten schon drei Kriterien zusammenkommen, so der Experte: Kontakt mit Pilzsporen einer anderen Person, Schwitzen und ein Hauttyp, der für den Pilz günstig ist.
Zur Behandlung werden die befallenen Stellen mit einem alkoholhaltigen Antipilzmittel eingerieben. "Der Alkohol löst die Fettschicht und entzieht dem Pilz die Nahrungsgrundlage", erklärt der Klein. Wichtig sei die gleichzeitige Behandlung der Kopfhaut mit einem Antipilzshampoo. "Dort bleibt der Piz oft unentdeckt und kann sich erneut über den ganzen Körper ausbreiten".
Auch wenn die Pilzinfektion abgeklungen ist, bleiben die weißen Flecken noch eine Weile sichtbar, bis sie allmählich wieder Sonnenbräune annehmen. Allerdings garantiert eine erfolgreiche Behandlung nicht, dass der Hautpilz ein für alle Mal verschwindet. Der Pilz kann so lange wiederkommen, bis sich der Hauttyp ändert, was im Laufe des Lebens durchaus geschieht. So erklärt sich, dass viele Hautprobleme bei Jugendlichen nach der Pubertät abklingen.
31.01.2011, 11:53 Uhr
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