10.08.2011, 10:16 Uhr | vdb
Eine Bindehautentzündung ist unangenehm. (Foto: imago)
Jucken, Brennen, Tränen: Entzündungen am Auge sind unangenehm und verleiten dazu, mit dem Finger zu reiben. Aber Vorsicht: dadurch können Sie alles noch viel schlimmer machen. Im schlimmsten Fall droht eine Hirnhautentzündung. Wir erklären, wie Sie Augenentzündungen richtig behandeln.
Gerstenkörner sind eitrige, schmerzende Entzündungen von Drüsen in den Augenlidern. Verursacht werden sie durch Eiterbakterien, die in die Drüse am Lidrand eindringen. Sind die Bakterien erst einmal in das Lid eingedrungen, schwillt das Augenlid an und nach einigen Tagen entsteht an einer begrenzten Stelle ein Eiterrand. Rund eine Woche reift das Gerstenkorn, bevor es platzt und verheilt.
Während das Gerstenkorn reift, sollten Sie keinesfalls daran reiben, kratzen oder die unliebsame Stelle am Auge ausdrücken. Diese Selbstbehandlung kann gefährlich enden. Denn durch die eigenmächtige "Fingerbehandlung" können Eiterbakterien in die Blutbahn geraten und schlimmstenfalls eine eitrige Hirnhautentzündung hervorrufen.
Eine Inderin hat sich einer Notoperation unterzogen, nachdem zwischen Hirnhaut und Iris ihres Auges der Parasit entdeckt worden war. zum Video
Schmerzt und eitert die Entzündung am Lidrand nicht, könnte es sich um ein Hagelkorn handeln. Dieses entsteht durch verstopfte Drüsen am Augenlid und schillert in der Regel violett. Im Gegensatz zum Gerstenkorn wächst das Hagelkorn nur sehr langsam, so dass innerhalb mehrerer Wochen ein bläulicher Knoten heranwächst. Wenn es sich nicht zurückbildet, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Je länger das Hagelkorn auf dem Lid sitzt, desto größer wird die Gefahr, dass die Sehfähigkeit durch den Druck beeinträchtigt wird.
Um Lidrandentzündungen vorzubeugen, ist es wichtig, den Lidrand zweimal täglich zu säubern und Make-up sorgfältig abzuschminken. Entzündungen kann man im Frühstadium durch feuchte, lauwarme Kompressen lindern.
Wie das Gerstenkorn kann auch das Hagelkorn wiederkehren. Auslöser können in beiden Fällen Probleme mit Kontaktlinsen oder ein geschwächtes Immunsystem sein. Auch durch Kajal oder Lidschatten können Bakterien ins Auge gelangen. Zudem können ein geschwächtes Immunsystem, Akne oder Diabetes derartige Entzündungen begünstigen. Behandelt werden Gersten- und Hagelkörner in der Regel mit entzündungshemmenden Augensalben oder -tropfen. Auch trockene Wärme, zum Beispiel durch eine Infrarotlampe, kann helfen. Heilt die Augenerkrankung auch dann nicht aus, kann der Augenarzt das Gersten- oder Hagelkorn mit einem kleinen Schnitt öffnen.
Schmerzt das Tageslicht im Augen, ist es von einem Netz aus roten Äderchen überzogen, handelt es sich um die Anzeichen einer Bindehautentzündung. Sie äußert sich zudem durch einen vermehrten Tränenfluss und Schleim in den Augenwinkeln. In diesem Fall sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, denn eine zeitnahe Behandlung ist wichtig. Sonst kann sich die Entzündung auf die Hornhaut ausweiten und das Sehvermögen mindern. Eine Bindehautentzündung kann durch Staub und Zugluft ausgelöst werden, aber auch von Bakterien und Viren. Achtung: Bakterielle Bindehautentzündung ist ansteckend. In der Regel wird eine Bindehautentzündung mit antibiotikahaltigen Augensalben und -tropfen behandelt.
ratgeber.t-online.de: Hausmittel: Was Sie bei einem Gerstenkorn tun können
Quelle: vdb
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