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Bauchspeicheldrüse: Wofür brauchen wir das Organ

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Bauchspeicheldrüse  

Was macht eigentlich die Bauchspeicheldrüse?

15.05.2012, 17:36 Uhr | cme

Was macht eigentlich die Bauchspeicheldrüse?. Die Bauchspeicheldrüse ist das olivfarbene Organ oberhalb des Darms. (Quelle: Archiv)

Die Bauchspeicheldrüse ist das olivfarbene Organ oberhalb des Darms. (Quelle: Archiv)

Den Namen hat jeder schon mal gehört, doch wie die Bauchspeicheldrüse aussieht und wozu wir sie genau brauchen, weiß kaum jemand. Immerhin ist vielen bekannt, dass das Organ Insulin produziert. Doch die Drüse, die den medizinischen Namen Pankreas trägt, hat noch weitere wichtige Funktionen.

Ein Organ - zwei Funktionen

Die Bauchspeicheldrüse ist etwa 15 bis 20 Zentimeter groß und liegt im Oberbauch zwischen Magen, Milz und Leber. Man unterteilt das Organ in Pankreaskopf, Pankreaskörper und Pankreasschwanz. Rein optisch sieht die Bauchspeicheldrüse zwar aus wie ein einheitliches Organ, sie besteht allerdings aus sehr unterschiedlichen Zellen mit völlig verschiedenen Funktionen.

Verdauungssäfte für den Darm

Der Großteil der Bauchspeicheldrüse besteht aus mehreren tausend locker zusammengefügten Läppchen. Diese enthalten Drüsenzellen, die pro Tag etwa anderthalb Liter Verdauungssaft produzieren und diesen direkt in den oberen Dünndarm (Zwölffingerdarm) abgeben. Das Verdauungssekret enthält zum Beispiel Enzyme, die Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate aus dem Essen spalten können. Eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse verursacht heftige Schmerzen und Übelkeit, die Verdauung ist gestört.

Hormone regulieren Blutzucker und Appetit

Etwa zwei Prozent der Zellen in der Bauchspeicheldrüse haben eine andere Funktion, sie produzieren Hormone. Diese werden nicht in den Darm, sondern direkt ins Blut abgegeben. Das bekannteste Hormon ist das Insulin. Gemeinsam mit dem ebenfalls im Pankreas gebildeten Glucagon reguliert Insulin den Blutzuckerspiegel. Zudem produziert die Bauchspeicheldrüse Ghrelin, ein Hormon, das den Appetit anregt.

Wenn die Bauchspeicheldrüse krank wird

So vielfältig die Funktionen, so dramatisch ist es, wenn die Bauchspeicheldrüse krank wird. Eine akute Entzündung kann zum Beispiel durch Gallensteine oder Alkoholmissbrauch verursacht werden. Betroffene bekommen plötzlich starke Schmerzen im Oberbauch und ihnen wird übel. Manchmal kommt es zu Blutungen an der Drüse, dann kann die Entzündung lebensbedrohlich werden. Mit 4000 bis 8000 Fällen pro Jahr ist sie in Deutschland allerdings nicht besonders häufig. Häufiger ist die so genannte "Insulitis", die Diabetes Typ 1 auslöst. Bei dieser Autoimmunkrankheit werden die insulinproduzierenden Zellen zerstört, sodass Betroffene ihr Leben lang Insulin spritzen müssen. Diabetes Typ 2 hingegen ist keine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, sondern eine Stoffwechselkrankheit, die durch erbliche Faktoren sowie einen ungesunden Lebensstil ausgelöst wird.

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