10.08.2011, 10:15 Uhr | vdb
Fußpflege: Hühnerauge richtig behandeln. (Quelle: imago)
Der Schuh zu oft drückt, bildet sich nach einiger Zeit ein schmerzender Knorpel. Häufig handelt es sich dabei um ein Hühnerauge, dessen verhornte Haut sich wie ein Keil in die Mitte der Druckstelle schiebt. Wir geben Tipps, mit welcher Fußpflege Sie das verbreitete Fußproblem schnell wieder los werden.
Um Hühneraugen zu vermeiden, ist das richtige Schuhwerk entscheidend. Schuhe aus sehr festem Leder, die spitz zulaufen oder zu eng sind, verursachen häufig Hühneraugen. Doch auch orthopädische Ursachen können dahinter stecken. "Fußanomalien wie Hammerzehen oder ein Senk-Spreizfuß können zu Druckbelastungen führen, auf die die Haut reagiert", sagt der Dermatologe Dr. Wolfgang Klee. Sie können vom Orthopäden mit speziell angefertigten Einlagen oder orthopädischen Schuhen behandelt werden. Wenn nichts anderes hilft, muss operiert werden.
Ist das Hühnerauge einmal da, kann es sehr schmerzhaft sein. Der harte Kern des Hühnerauges bohrt sich in die Lederhaut und kann empfindliche Nervenstränge reizen. Am besten ist die Behandlung mit einem Hühneraugenpflaster oder einer Tinktur. "Beide enthalten Salizylsäure, die das Hühnerauge weich macht und so den Druck von der Stelle nimmt", sagt Klee. Bei größeren Flächen empfiehlt der Hautarzt die Behandlung mit einem Pflaster, kleinere Stellen lassen sich hingegen besser gezielt mit einer Tinktur bepinseln.
In keinem Fall sollten Sie selbst im Hühnerauge herumpulen oder mit spitzen Gegenständen wie einer Nagelschere versuchen, den Kern herauszuoperieren. Bei einer solche Selbstbehandlung können Bakterien in die Haut eindringen und eine Entzündung hervorrufen. Sie kann besonders bei Patienten mit Diabetes gefährliche Infektionen begünstigen. Besser ist es, einen tief sitzenden Kern im Hühnerauge von einem geschulten Fußpfleger oder einem Arzt entfernen zu lassen. Einen Hautarzt sollten Sie auch aufsuchen, wenn es durch das Hühnerauge zu massiven Schmerzen kommt oder die betroffene Stelle immer größer wird.
"Ist das Hühnerauge entfernt, ist es wichtig, auch die Ursache zu bekämpfen", mahnt Klee. Um das erneute Entstehen zu vermeiden, sollten Sie gut sitzende und nicht zu enge Schuhe tragen. Auch auf eine gründliche Fußpflege ist entscheidend. Wichtig ist, die Füße regelmäßig auch in den Zwischenräumen zu waschen und anschließend trocken zu halten. Auch Baumwollsocken und atmungsaktive Schuhe aus einem weichen Material halten den Fuß gesund.
Quelle: vdb
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