06.05.2011, 09:05 Uhr | lac
Zu Tabletten trinkt man am besten ein Glas Leitungswasser. (Foto: ima)
Wer Medikamente einnehmen muss, sollte dazu statt Mineralwasser aus der Flasche lieber Leitungswasser trinken. Sonst riskiert man, dass die Arzneimittel nicht richtig wirken, warnt der Münchner Apotheker Dr. Martin Allwang. Wir erklären, was man bei der Tabletteneinnahme noch beachten muss.
Wer ganz sicher gehen will, dass ein Medikament so wirkt, wie gewünscht, sollte die Pillen grundsätzlich mit Leitungswasser schlucken. Denn alle anderen Getränke und Lebensmittel können die Wirkung von Medikamenten beeinflussen. Das gilt auch für Mineralwasser - mit oder ohne Kohlensäure. Schuld ist das darin enthaltene Kalzium, erklärt Allwang: "Kalzium bindet bestimmte Medikamentenwirkstoffe und beeinträchtigt so deren Effekt." Besonders betroffen sind Tetrazykline, die zum Beispiel in bestimmten Antibiotika enthalten sind. Sie bilden mit dem Kalzium Klümpchen, die nicht mehr durch die Darmwand passen und somit nicht ins Blut gelangen.
Wer auf keinen Fall Leitungswasser trinken will, kann stattdessen ein Mineralwasser mit geringem Kalziumgehalt wählen. "Mehrere hundert Milligramm pro Liter sind zu viel", sagt Allwang. Der Kalziumgehalt ist auf dem Flaschenetikett angegeben. Manche Sorten enthalten mehr als 600 Milligramm, andere nur zehn Milligramm pro Liter. Wichtig ist nicht nur, welches Wasser man mit dem Medikament trinkt, sondern auch, wie viel. "Am besten ein ganzes Glas", rät der Apotheker. Denn dann zerfällt die Tablette schneller und kann somit auch schneller von der Blutbahn aufgenommen werden. Zudem sei das Medikament auch verträglicher für die Magenschleimhaut, wenn es mit viel Wasser eingenommen werde.
Auch Milch sollte man besser nicht zu Medikamenten trinken, denn sie enthält ebenfalls viel Kalzium. Zwei Stunden vor und nach der Tabletteneinnahme sollte man daher keine Milchprodukte essen - also auch keinen Käse oder Joghurt. Auch Saft ist zur Einnahme von Medikamenten nicht geeignet, denn Zitrusfrüchte hemmen den Abbau der Wirkstoffe. Dadurch kann es zu einer lebensgefährlich hohen Konzentration des Medikaments im Blut kommen.
Medikamente richtig einnehmen: So vermeiden Sie Fehler
Dass man zu Arzneimitteln keine alkoholischen Getränke konsumieren sollte, ist wohl selbstverständlich. Denn Alkohol kann die Nebenwirkungen von Medikamenten verstärken. Vorsicht ist aber auch bei Kaffee geboten: Die enthaltenen Gerbstoffe können Medikamentenwirkstoffe inaktivieren. Zudem verstärkt Koffein die Wirkung anregender Stoffe und schwächt den Effekt von beruhigenden Arzneimitteln. Umgekehrt können bestimmte Medikamente den Abbau von Koffein im Blut hemmen.
06.05.2011, 09:05 Uhr | lac
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