10.08.2011, 13:09 Uhr | jlu/cme
(Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Eine kranke Leber ist lebensgefährlich - so viel wissen die meisten. Doch welche Funktionen machen das Organ überhaupt so wichtig? Diese Frage können nur wenige beantworten. Auch die Tatsache, dass nicht nur Alkohol zu Leberschäden führen kann und hohe Leberwerte nicht immer auf eine Erkrankung hinweisen, ist vielen nicht bekannt. Testen Sie sich: Was wissen Sie über die Leber?
Die Leber ist unser wichtigstes Stoffwechselorgan: Es speichert Nährstoffe, etwa Fett, Zucker und Vitamine und gibt sie gleichmäßig in den Blutkreislauf ab. Schadstoffe wie Alkohol und Medikamente werden soweit wie möglich in der Leber abgebaut. Dieser Entgiftungsvorgang funktioniert aber nur, so lange man nicht zu viel Alkohol trinkt und sich nicht zu häufig fett- und kalorienreich ernährt. Denn sonst drohen Leberschäden, zum Beispiel eine Leberzirrhose oder Leberkrebs. Wird die Erkrankung zu spät entdeckt, können die Leberschäden nicht mehr rückgängig gemacht werden. Schlimmstenfalls kann dies tödlich enden.
Das Tückische: Lebererkrankungen sind nur schwer zu erkennen, da sie nur wenige und unspezifische Beschwerden verursachen. Gelegentlich spüren Betroffene ein leichtes Druckgefühl im Oberbauch, sind oft müde, klagen über Appetitlosigkeit oder Völlegefühl bis hin zu Durchfall. Die typische Gelbfärbung der Haut, die sich vor allem an den Augen erkennen lässt, ist häufig nicht besonders ausgeprägt und für Laien nicht leicht zu erkennen. Nur der Arzt kann eine Lebererkrankung sicher bestimmen - beispielsweise durch die Messung der Leberwerte.
Zur Messung der Leberwerte entnimmt der Arzt Blut aus einer Armvene und lässt sie im Labor auf verschiedene Enzyme testen. Die wichtigsten sind die Enzyme GPT, GOT und Gamma-GT (GGT). Letzteres, die Gamma-Glutamyl-Transpeptidase, gilt als Indiz für chronisch erhöhten Alkoholkonsum. Der Wert sollte bei Frauen unter 39 U pro Liter liegen, bei Männern unter 66 U pro Liter. Ein höherer Wert zeigt nicht nur Alkoholmissbrauch an, er kann auch durch andere chronische Leberschäden verursacht werden.
Die Enzyme GOT (Glutamat-Oxalat-Transaminase) und GPT (Glutamat-Pyruvat-Transaminase) sind am Zellstoffwechsel beteiligt - zum Beispiel am Abbau und Umbau von Eiweißstoffen. Bei Leberschäden - insbesondere bei akuten Leberentzündungen (Hepatitis) steigt ihre Konzentration im Blut deutlich. Für beide Enzyme gilt ein Wert von 10 bis 35 U pro Liter Blut für Frauen beziehungsweise 10 bis 50 U pro Liter bei Männern als normal.
In vielen Fällen sind leicht erhöhte Leberwerte nicht schlimm, schreiben Experten in dem "Leber-Buch" der Deutschen Leberstiftung. Vor allem wenn nur der GGT-Wert erhöht ist, habe dies praktisch keine Relevanz. Aussagekräftiger für einen Leberschaden sei hingegen der GPT-Wert, sagen die Ärzte. Allen Patienten mit mehrfach erhöhten Leberwerten empfehlen sie deshalb, sich unter anderem auf Hepatitis oder Lebererkrankungen untersuchen zu lassen
10.08.2011, 13:09 Uhr | jlu/cme
Kommentare
/ 9Top Partner
Diesen Artikel...
Vor dem Bildschirm versagen ihm beinahe die Nerven, sogar ein Freund muss ihn stützen. zum Video
Das skurrile Penthouse ist unter Steinen und Sträuchern verborgen. mehr
Erkunden Sie die neue T-Online.de und gewinnen Sie einen von 20 Tolino Shine eReader! mehr
Ab 40 nehmen viele Menschen kontinuierlich zu. Wie Sie am besten gegensteuern. Tipps
Digitalkamera mit 20 Mpx, inkl. Ersatzakku, Speicher-
karte und Tasche. Nur 79,99 €. bei Hugendubel.de
Weitere Angebote
Online-Test: Nicht nur Alkohol schadet der Leber. Sind Sie gefährdet? Leber-Test
Am Wochenende zu tief ins Glas ge- schaut? Diese Lebensmittel helfen der Leber beim Entgiften. Leber
Reduzierte Kaffee-Vollautomaten von Krups, aromatische Espressobohnen u.v.m. bei hse24.de
Damenmode in bis zu 25 Spezialgrößen. Alle Modelle auch in Kurzgrößen. bei AtelierGS
Neue Trends bis Größe 58 entdecken oder noch bis 15.08. im finalen Sommer-Sale sparen. zum Special