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Helicobacter pylori: Wie gefährlich ist der Magenkeim?

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Helicobacter pylori  

Helicobacter pylori: Wie gefährlich ist der Magenkeim?

22.04.2013, 16:33 Uhr | cme/LR

Helicobacter pylori: Wie gefährlich ist der Magenkeim?. Helicobacter pylori: Das Bakterium, das uns krank machen kann. (Foto: Brinkmann / Max Planck Institut für Infektionsbiologie) (Quelle: Brinkmann)

Helicobacter pylori: Das Bakterium, das uns krank machen kann. (Foto: Brinkmann / Max Planck Institut für Infektionsbiologie) (Quelle: Brinkmann)

Er ist klein, nistet sich im Magen ein und wird oft nicht bemerkt: Der Magenkeim Helicobacter pylori. Jeder dritte Deutsche trägt ihn im Bauch. Allerdings ist Helicobacter pylori alles andere als harmlos. Das stäbchenförmige Bakterium ist nicht nur Hauptverursacher von Magenschleimhautentzündungen, sondern wird auch für bis zu 70 Prozent der Fälle von Magenkrebs verantwortlich gemacht. Lesen Sie hier, was die Symptome von Helicobacter pylori sind, wie therapiert werden kann und ob die Krankheit ansteckend ist.

Die Symptome von Helicobacter pylori sind oft unsichtbar

Helicobacter pylori ist weit verbreitet. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung trägt den Keim im Magen. Meist verläuft eine Infektion jedoch völlig unbemerkt und das Bakterium verursacht keine Beschwerden. Allerdings regt Helicobacter pylori die Säureproduktion im Magen an. Bei bis zu 15 Prozent der Infizierten bilden sich dadurch chronische Magenschleimhautentzündungen, die zu Geschwüren oder sogar zu Magenkrebs führen können. Als Beschwerden können Magendrücken, Blähungen, Sodbrennen oder Übelkeit auftreten.

Ansteckung über den Mund

Wie das Bakterium übertragen wird, ist noch unklar. Man vermutet aber, dass die Ansteckung über den Mund erfolgt und durch schlechte Hygieneverhältnisse verstärkt auftritt. Rund 80 Prozent der Bevölkerung in Entwicklungsländern leben mit dem Keim, doch auch in Deutschland ist er weit verbreitet. Beim Verdacht auf eine Infektion mit Helicobacter pylori stehen verschiedene Tests zur Verfügung. So wird oft der Harnstoff- Atemtest angewandt, bei dem dem Patienten Atemgas verabreicht wird. Absolute Gewissheit bringt aber erst eine Magenspiegelung, bei der über einen kleinen Schlauch Gewebeproben aus dem Magen entnommen und im Labor untersucht werden.

Antibiotika als Therapie wirkt gegen die Bakterien

Um den Magenkeim zu vertreiben, wenden Ärzte in der Regel eine Kombinationstherapie aus Antibiotika und so genannten Protonenpumpenhemmern ein- Arzneistoffe, die die Säureproduktion im Magen eindämmen. Nach der Behandlung ist die Magenschleimhaut in der Regel vom gefährlichen Bakterium befreit.

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