01.08.2012, 18:17 Uhr | jlu
Hodenkrebs ist im Frühstadium fast immer heilbar. (Quelle: Archiv)
In Deutschland erkranken immer mehr Männer an Hodenkrebs, so Experten des Robert Koch-Instituts. Rund 4700 sind es jährlich. Im Vergleich zu anderen Krebsarten erscheint die Zahl der Betroffenen zwar auf den ersten Blick niedrig. Aber: Hodentumore sind bei den 20- bis 40-jährigen Männern die häufigste Krebserkrankung. Hodenkrebs selbst erkennen: Auf diese Symptome sollten Männer achten.
Die Hoden bestehen aus unterschiedlichen Zelltypen, aus denen sich jeweils bösartige Tumore entwickeln können. 90 Prozent der Geschwülste gehen vom Keimzellgewebe aus, sagen Experten der Deutschen Krebsgesellschaft. Sie entwickeln sich entweder nur aus Keimzellen (Seminome) oder setzen sich aus mehreren Gewebearten des Hodens zusammen (Nicht-Seminome). Bei fast allen Patienten tritt der Krebs nur an einem der beiden Hoden auf.
Warum sich die Zahl der Patienten mit Hodenkrebs seit den 80er Jahren etwa verdoppelt hat, ist noch unklar. Möglicherweise spielt die Ernährung eine wichtige Rolle, vermuten Mediziner. Die genauen Ursachen der Krebserkrankung sind nicht bekannt. Doch es gibt bestimmte Risikofaktoren, die einen Ausbruch begünstigen können. Neben genetischen Faktoren ist dies vor allem der Hodenhochstand: Einer oder beide Hoden befinden sich in solch einem Fall nicht im Hodensack.
Dass etwas mit den Hoden nicht stimmt, können Betroffen meist selbst bemerken. Tastbare Verhärtungen oder Schwellungen sind ein erstes Alarmsignal. Diese können schmerzlos oder schmerzhaft sein. Ein Ziehen oder Schweregefühl im Hoden oder der Leiste sind ebenfalls typische Symptome. Später treten häufig Schmerzen im Rücken und in den Brustdrüsen auf. Um die Krankheit möglichst früh zu erkennen, raten Mediziner zur Selbstuntersuchung: Männer ab 27 Jahre sollten ihre Hoden alle sechs Monate auf Veränderungen abtasten.
Breitet sich der Krebs weiter aus und befällt andere Organe, können jedoch noch eine Vielzahl anderer Beschwerden auftreten. Damit es nicht soweit kommt, ist es wichtig, mit Auffälligkeiten am Hoden sofort zum Arzt zu gehen. Denn im Frühstadium kann Hodenkrebs praktisch immer geheilt werden, so die Deutsche Krebsgesellschaft. Im fortgeschrittenen Stadium sind die Heilungschancen zwar noch gut, die Behandlung ist allerdings langwieriger.
Bei Verdacht auf Krebs tastet der Urologe zunächst die Hoden ab. Weitere Hinweise darauf, ob eine Erkrankung vorliegt, liefern ein Ultraschall und eine Blutuntersuchung. Eine eindeutige Diagnose erhält der Arzt aber nur mit einer Gewebeprobe (Biopsie). Je nach Art des Tumors und seiner Ausbreitung gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten: Fast immer wird der befallenen Hoden entfernt, darauf folgen in der in der Regel eine Bestrahlung oder Chemotherapie. Die Angst vieler Männer, mit nur einem Hoden impotent oder unfruchtbar zu werden, ist in den meisten Fällen unbegründet. Das tritt oft nur während der Therapie auf. Ist die Behandlung abgeschlossen, führen die meisten Patienten ein ganz normales Leben.
01.08.2012, 18:17 Uhr | jlu
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