24.04.2012, 19:33 Uhr | mm
Nicht nur der Arzt kann Urintests durchführen. (Quelle: imago)
Ist der Urin sehr dunkel verfärbt? Riecht er streng? Veränderungen beim Wasserlassen können auf unterschiedliche Krankheiten hinweisen. Manche haben schwerwiegende Folgen, andere Gründe sind hingegen meist harmlos. Wir sagen Ihnen, wie Sie die Signale Ihres Körpers richtig lesen.
Generell gilt: Ein hellgefärbter Urin ist gesünder als eine dunkler. Meist hängt die Verfärbung mit der Flüssigkeitsaufnahme zusammen. Dunkler Urin weist dabei auf einen Mangel hin - möglicherweise aber auch auf Probleme mit der Niere. Nehmen Sie eine längerfristige Farb-Veränderung wahr, obwohl Sie genug trinken, sollten Sie zur Klärung Ihren Arzt aufsuchen. Manchmal sind allerdings nur bestimmte Nahrungsmittel oder die Einnahme von Medikamenten der Auslöser.
Nicht nur zur Spargelzeit wird deutlich: Je nachdem, welche Nahrungsmittel gegessen werden, ändert sich der Geruch des Urins. Treten keine weiteren unangenehmen Symptome wie häufiger Harndrang oder Brennen beim Wasserlassen auf, besteht kein Grund zur Beunruhigung.
Wie oft Sie der Harndrang auf die Toilette treibt, kann ein deutliches Anzeichen für mögliche Erkrankungen sein. Neben der Blasenentzündung ist Diabetes ein weiterer Grund für häufige Bedürfnisse. Den Drang verstärkt außerdem der Konsum von Koffein und Alkohol.
Der Anblick von Blut im Urin ist erst mal ein Schock und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Er muss aber nicht zwangsläufig das Symptom einer schweren Erkrankung sein. Wenn sich die Verfärbung nicht durch den Verzehr von Roter Beete erklären lässt, schafft der Arzt Klarheit. Neben einer Blasen- oder Prostataentzündung verursachen Nieren- oder Blasensteine Rückstände von Blut beim Wasserlassen. Im schlimmsten Fall können durch eine Früherkennung Tumore in Niere oder Blase rechtzeitig behandelt werden.
Freiverkäuflich gibt es in der Apotheke nicht nur den Schwangerschaftstest. Auch andere Teststreifen für den Selbstcheck können kostengünstig und leicht einsetzbar Aufschluss über verschiedene Körperfunktionen geben. Mehrfachteststreifen ermöglichen beispielsweise eine gleichzeitige Wertebestimmung von Eiweiß, Glukose, Nitrit und Blut. Dadurch können Schäden an Nieren und Harnwegen nachgewiesen werden sowie Entzündungen, bakterielle Infekte und Diabetes. Wird der Arzt der Arzt fündig, sollten weitere Untersuchungen die genaue Ursache klären.
Quelle: mm
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