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Augengrippe: Symptome, Verlauf und Ansteckung im Überblick

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Aggressive Augengrippe überträgt sich schnell

10.01.2013, 13:12 Uhr | mm

Augengrippe: Symptome, Verlauf und Ansteckung im Überblick. Die Augengrippe ist hochansteckend. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Augengrippe ist hochansteckend. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine Bindehautentzündung geht oft mit starkem Juckreiz und Tränenfluss einher. Bei diesen Symptomen kann es sich aber auch um die sogenannte "Augengrippe", medizinisch Keratoconjunctivitis epidemica, handeln. Diese hochansteckende Augenkrankheit war in Deutschland bisher relativ selten, tritt aber von Jahr zu Jahr häufiger auf. Diese Symptome und Vorsichtsmaßnahmen sollten Sie kennen.

Augenkrankheit mit Langzeitfolgen

Eine Augengrippe ist deutlich aggressiver als eine normale Bindehautentzündung und in Deutschland meldepflichtig. Die damit einhergehende Sehverschlechterung durch Hornhauttrübungen kann wochen- oder auch monatelang andauern. Ausgelöst wird die Augenkrankheit durch Adenoviren der Typen 8 und 19. Laut Robert-Koch-Institut erkranken jährlich bis zu 658 Patienten an der Augengrippe.

Symptome der Augengrippe

Nach fünf bis zwölf Tagen Inkubationszeit setzen die Symptome plötzlich ein. Typischerweise beginnt die Erkrankung mit einem einseitigen Fremdkörpergefühl im Auge. Innerhalb weniger Stunden oder Tage kommt es dann zu beidseitigen Binde- und Hornhautentzündung mit deutlicher Lidschwellung, Rötung der Augen und starkem Tränenfluss. Zu den weiteren Anzeichen zählen Lichtempfindlichkeit, Juckreiz und Brennen. Nachts können die Augenlieder verkleben.

Übertragung durch Vorsichtsmaßnahmen vermeiden

Die Augenkrankheit ist hochansteckend und wird durch Schmier- oder Tröpfcheninfektion übertragen. Sie kann von einem Betroffenen über bloßen Hautkontakt, zum Beispiel Händeschütteln, aber auch über die Berührung von Handtüchern oder Türgriffen weitergegeben werden. Eine bloße Berührung des Auges reicht dann aus, um sich mit dem Erreger zu infizieren. Erkrankte werden daher krankgeschrieben und sollten möglichst wenig anfassen und Körperkontakt zu anderen vermeiden, um ein Risiko der Übertragung gering zu halten. Außerdem müssen sie dem Juckreiz widerstehen und sich möglichst selten die Augen reiben.

Augengrippe muss von selbst ausheilen

Da der Virenstamm hartnäckig ist, hält er auch vielen Desinfektionsmitteln stand. Eine wirksame Therapie gibt es momentan noch nicht. Wer unter Augengrippe leidet, muss also circa zwei Wochen warten, bis diese von selbst ausklingt. Währenddessen kann der Augenarzt nur die Symptome behandeln.

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