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Kloß im Hals kann von der Schilddrüse kommen

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Schilddrüse

Kloß im Hals kann von der Schilddrüse kommen

27.03.2012, 15:08 Uhr | akh/jlu

Der Kloß im Hals kann von der Schilddrüse kommen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Kloß im Hals kann von der Schilddrüse kommen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein Kloß im Hals ist häufig das Symptom einer Schilddrüsenerkrankung. Der sogenannte Kropf bildet sich bei 70 bis 90 Prozent aller Menschen mit einer Schilddrüsenüberfunktion. Betroffene klagen dabei oft auch über Schluckbeschwerden. Wir erklären Ihnen, welche Symptome außerdem auf eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse hinweisen und geben Tipps zur Vorsorge.

Kranke Schilddrüse durch Jodmangel

Probleme beim Schlucken sowie ein Druck- und Engegefühl im Hals sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Beides sind Symptome für den Kropf, der die bekannteste Form der Schilddrüsenerkrankungen ist. Dabei ist die Schilddrüse im Kehlkopfbereich deutlich vergrößert. Die Ursache ist vor allem Jodmangel, aber auch bei einer Überfunktion der Schilddrüse kann ein Kropf entstehen. In der Regel verordnet der Arzt eine Kombination aus Jod und künstlichen Hormonen als Therapie. In seltenen Fällen, beispielsweise bei Verdacht auf Krebs oder einem enormen Druck auf Speise- und Luftröhre, muss der Kropf operativ behandelt werden.

Gewichtsverlust kann eine Überfunktion der Schilddrüse sein

Ob man an einer Fehlfunktion der Schilddrüse leidet, ist oft schwer zu erkennen. Denn die Krankheit verläuft schleichend und es gibt keine eindeutigen Symptome. Zudem sind die Beschwerden am Anfang so gering, dass sie nicht mit einer Funktionsstörung in Verbindung gebracht werden. So kann sich eine Überfunktion dadurch zeigen, dass die Betroffenen abnehmen, schneller schwitzen und Muskeln abbauen, dabei aber genug essen. Weitere Symptome sind Haarausfall, Konzentrationsstörungen, Herzrasen und Schlafstörungen. Das liegt daran, dass die Schilddrüse zu viele Hormone produziert und dadurch den Stoffwechsel beschleunigt.

Bei einer Unterfunktion ist die Haut oft blass

Kann die Schilddrüse nicht genug Hormone herstellen, spricht man von einer Unterfunktion. Die Folge: Der Stoffwechsel funktioniert nur langsam. Blasse Haut, ein gesteigertes Kälteempfinden, Gewichtszunahme und niedriger Blutdruck sind deshalb häufig Symptome, die auf eine Erkrankung hindeuten. Sowohl von der Überfunktion als auch von der Unterfunktion sind meistens Menschen zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr betroffen. Eine unbehandelte Funktionsstörung kann zu Herzrhythmusstörungen, Muskelschwund und, im schlimmsten Fall, zum Tod führen. Treten bei Ihnen mehrere Symptome einer Über- oder Unterfunktion auf, sollten Sie zum Arzt gehen.

Infektion ist häufige Ursache für Schilddrüsenfehlfunktion

Die Ursachen für eine Überfunktion sind vielfältig: "In den meisten Fällen führt die Krankheit Morbus Basedow dazu, dass die Schilddrüse zu viele Hormone bildet. Sie wird entweder vererbt, oder durch eine Virusinfektionen ausgelöst", weiß Beyer. Auch Jodmangel führt zu einer Überfunktion, verliert aber als Krankheitsursache an Bedeutung. Der Grund: Viele Lebensmittel werden mit Jod angereichert, so dass es in Deutschland kaum noch eine Untervorsorgung mit Jod gibt. Eine Unterfunktion wird hingegen meistens im Laufe des Lebens erworben, zum Beispiel durch eine Entzündung der Schilddrüse (Hashimoto-Thyreoditis).

Vorbeugen ist kaum möglich

Einer Funktionsstörung der Schilddrüse kann man nur schwer vorbeugen. Auch eine Heilung ist in den meisten Fällen nicht möglich. Doch es gibt verschiedene Ansätze, die Krankheit zu lindern: Je nach dem, welche Ursache die Funktionsstörung hat, kann sie entweder mit Medikamenten oder einer Strahlentherapie behandelt werden. Auch das Entfernen der Schilddrüse ist möglich. Bei einer Unterfunktion erhalten die Betroffenen Medikamente, die die fehlenden Hormone ersetzen. Werden sie ein Leben lang regelmäßig eingenommen, ist der Krankheitsverlauf unkompliziert. Auch ein gesunder Lebensstil kann schützen: Eine ausgewogene, gesunde Ernährung mit viel Fisch sorgt für eine Ladung Eiweiß und Jod, die die Schilddrüse unterstützen. Vitamin A senkt zudem das Kropfrisiko. Auch Rauchen und Stress erhöhen das Risiko einer Schilddrüsenerkrankung.

27.03.2012, 15:08 Uhr | akh/jlu

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