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Verlust der Männlichkeit: Was tun bei Testosteronmangel?

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Verlust der Männlichkeit: Was tun bei Testosteronmangel?

04.04.2012, 18:39 Uhr | CK

So bleiben Sie trotz Testosteronabbau männlich bis ins Alter. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

So bleiben Sie trotz Testosteronabbau männlich bis ins Alter. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Testosteron gilt als das Männlichkeitshormon schlechthin. Es kurbelt den Sextrieb an, sorgt für Kraft und Muskelaufbau und spielt auch bei der Geschlechtsreife eine bedeutende Rolle. Doch ab dem 35. Lebensjahr sinkt die Testosteronproduktion um ein Prozent jährlich. Viele ältere Männer leiden deshalb unter einem Mangel des Hormons. Das muss jedoch nicht zu einem Verlust der Männlichkeit führen. Was Männer gegen Testosteronmangel tun können.

Ab 50 sind häufig Symptome zu bemerken

Da der Rückgang der Testosteronproduktion langsam vonstatten geht, sind üblicherweise erst ab einem Alter von 50 erste Jahren Symptome zu bemerken. Dazu gehört eine Verringerung der Muskelmasse ebenso wie eine Zunahme des Fettgewebes. Kraft und Beweglichkeit lassen nach, aber auch Aktivität und Libido des Mannes. Auch Osteoporose, Blutarmut und Depression können Folgen der Testosteronabnahme sein.

Nachlassen des Geschlechtstriebs muss kein Problem sein

Während die Minderung des Geschlechtstriebs in der Öffentlichkeit wohl das bekannteste Symptom ist, stört dies den Betroffenen selbst nicht unbedingt. Er hätte dann zwar weniger Lust auf Sex. Aber: "Das Nichtverlangen merke ich ja nicht", betont Dr. Wolfgang Bühmann, Pressesprecher des Berufsverbandes der Deutschen Urologen. Häufig merke nur die Frau, dass der Mann weniger häufig Sex wolle. Doch das muss kein Problem sein, denn auch viele Frauen verspüren nach ihren Wechseljahren weniger Lust. "Zum Problem wird es nur, wenn unterschiedliche Erwartungen da sind", so Bühmann.

Testosteronbehandlung per Gel, Spritze oder Pflaster

Wenn der Betroffene die mangelnde Libido als Problem empfindet oder andere Symptome bekämpfen will, kann er nach ärztlich festgestelltem Testosteronmangel und ausführlicher Beratung auf Hormontherapien zurückgreifen. Dabei wird das Testosteron dem Körper künstlich zugeführt. Dies ist auf verschiedenen Wegen möglich, etwa per Gel, Spritze oder Pflaster. All diese Testosteronpräparate helfen dabei, die Libido zu steigern. Kraft, Beweglichkeit und Aktivität werden gefördert. Welche Vor- und Nachteile die einzelnen Anwendungsmethoden haben, erfahren Sie in unserer Klick-Show.

Überdosierung kann Nebenwirkungen nach sich ziehen

Doch bei der Behandlung mit Testosteron gibt es einiges zu beachten. Vor allem ist es wichtig, Testosteron nur in einem solchen Maß zu verabreichen, dass der Hormonspiegel in Normalbereich liegt. Denn Überdosierungen können zu einer Reihe von Nebenwirkungen führen, wie der Urologe erklärt. Die Gewaltbereitschaft und Aggressivität des Mannes kann steigen. Zudem verkleinern sich die Hoden und die Zeugungsfähigkeit kann leiden. Diese Überdosierungen kommen allerdings meist im Bereich des Dopings vor. Beispielsweise wenn Sportlern zur Erhöhung der Muskelkraft zusätzliches Testosteron verabreicht wird und der Hormonspiegel dann deutlich überhöht ist. In jedem Fall sind ärztliche Begleitung und regelmäßige Testosteronbestimmung im Blut notwendig, um den Nutzen der Behandlung nicht durch unvorhergesehene Nachteile zu beeinträchtigen.

"Testosteron-Therapie unter ärztlicher Aufsicht unbedenklich"

Ärztlich kontrollierte Hormonbehandlungen bei Männern mit Testosteronmangel hingegen seien völlig ungefährlich, wenn der Hormonwert mit der Therapie nur auf ein normales Niveau angehoben wird: "Solange der Wert im Normbereich ist, ist die Testosteron-Therapie unbedenklich", sagt Bühmann, macht aber eine Einschränkung: "Prostatakrebs muss vorher ausgeschlossen werden können, denn das Karzinomwachstum kann durch die Therapie beschleunigt werden."

Vorsicht bei erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko

Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) hingegen mahnt zu Vorsicht, nachdem im Jahr 2010 eine Studie über Testosteronbehandlungen bei älteren Männern abgebrochen werden musste. Bei vielen Probanden traten Herz-Kreislauf-Probleme auf. Deshalb empfiehlt die DGIM offiziell, die Testosterontherapie nur dann einzusetzen, wenn sie für Patienten unerlässlich ist. Besonders Männern mit erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko wird geraten, dies gründlich zu prüfen.

04.04.2012, 18:39 Uhr | CK

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