12.04.2012, 18:45 Uhr | ema/ag/CK, t-online.de
Das passiert beim Schlaganfall. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Rund 250.000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich einen Hirnschlag. Jeder fünfte Patient stirbt. Damit ist der Schlaganfall nach Krebs und Herzinfarkten die dritthäufigste Todesursache. Doch was genau passiert bei dem sogenannten Apoplex? Unsere interaktive Grafik zeigt, wie es zum Schlaganfall kommt.
Häufigste Ursache für einen Schlaganfall ist die Arterienverkalkung (Arteriosklerose), die durch Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Übergewicht und Bewegungsmangel gefördert wird. Bei der Arteriosklerose kommt es zur Einlagerung von Cholesterin, Blutzellen, Bindegewebe und Kalksalzen in den Arterien. Durch die Ablagerungen wird das Gefäß immer mehr verengt und die normalerweise elastische Gefäßwand zunehmend starr. In der Folge können Blutgerinnsel entstehen, die kleinere Hirnarterien verschließen: Ein lebensbedrohlicher Schlaganfall ist die Folge.
Beim Schlaganfall zählt jede Minute. Je schneller die richtige Behandlung eingeleitet wird, desto besser sind die Heilungschancen. Deswegen ist es wichtig, die typischen Anzeichen zu kennen: Symptome sind halbseitige Lähmungserscheinungen, Sprach- und Sehstörungen, Schwindelgefühl mit Unsicherheiten beim Gehen oder sehr starke Kopfschmerzen. Bei solchen Körperreaktionen sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht und die Ursache abgeklärt werden.
Mit dem sogenannten FAST-Test, der von US-Medizinern entwickelt wurde, können selbst Ungeübte ohne jegliche Fachkenntnisse diese Schlaganfall-Symptome überprüfen. Die Buchstaben FAST stehen für "Face - Arms - Speech - Time" (Gesicht - Arme - Sprache - Zeit). Wenn Verdacht besteht, dass eine Person einen Schlaganfall erlitten hat, lässt sich anhand von drei einfachen Übungen eine schnelle und sichere Schlaganfall-Diagnose erstellen. Bitten Sie die betroffene Person zu lächeln, beide Arme gleichzeitig zu heben und einen einfachen Satz nachzusprechen. Wenn der Betroffene mit einer dieser Aufgaben Probleme hat, zählt jede Minute. Der Notruf muss sofort gewählt werden, denn je schneller die richtige Behandlung eingeleitet wird, desto besser sind die Heilungschancen.
Wird ein Schlaganfall frühzeitig - innerhalb weniger Stunden - behandelt, besteht die Aussicht, weit reichende körperliche und geistige Schäden zu verhindern. Hirnschlag-Patienten werden am besten in spezialisierten Schlaganfall-Stationen, sogenannten Stroke Units, versorgt. Diese gibt es in den meisten größeren Kliniken. Dort können Neurologen feststellen, um welche Schlaganfallart es sich handelt und die passende Behandlung einleiten. Außerdem kann gegebenenfalls eine längerfristige Rehabilitation eingeleitet werden.
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