Gesundheit
Schilddrüsenüberfunktion verkürzt das Leben05.06.2012, 14:39 Uhr | cme
Schon eine leichte Schilddrüsenüberfunktion hat Folgen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Wenn sie funktioniert, ist die Schilddrüse ein unauffälliges Organ, doch häufig bereitet sie Probleme. Nun zeigt eine neue Studie: Schon eine geringe Überfunktion kann gravierende Folgen haben. Unter anderem steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten.
Die Schilddrüse erfüllt wichtige Aufgaben im Stoffwechsel und hat deshalb Einfluss auf Leistungsfähigkeit, Wachstum und Psyche. Bei einer Überfunktion produziert das Organ zu viele Schilddrüsenhormone und beschleunigt den Stoffwechsel. In der Folge nehmen Betroffene ab, obwohl sie genug essen. Sie schwitzen schneller und bauen Muskeln ab. Weitere Symptome sind Haarausfall, Konzentrationsstörungen, Herzrasen und Schlafstörungen. Eine unbehandelte Überfunktion kann zu Herzrhythmusstörungen führen und sogar lebensbedrohlich werden.
Die neue Studie zeigt nun, dass das Herz auch bei einer geringen Überfunktion Schaden nimmt. Die Metaanalyse wurde von der Thyroid Studies Collaboration durchgeführt und wertete Daten von zehn Studien mit mehr als 50.000 Teilnehmern aus. Darunter waren 2.200 Personen mit einer subklinischen Hyperthyreose - also einer leichten Überfunktion ohne Beschwerden. Die Studie ergab, dass die Betroffenen im Vergleich zur Normalbevölkerung ein um 68 Prozent höheres Risiko für Vorhofflimmern hatten. Auch die Sterberate war in dieser Teilnehmergruppe um 24 Prozent erhöht.
Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) hat angesichts der Studie ihre Empfehlung bekräftigt, eine Überfunktion frühzeitig, also im "latenten" Stadium, zu behandeln. Bereits im Jahr 2009 hatte eine belgische Studie gezeigt, dass eine leichte Schilddrüsenüberfunktion bei älteren Menschen das Leben verkürzen kann. So steigt das Risiko, durch Vorhofflimmern einen tödlichen Schlaganfall zu erleiden. Zudem kommt es bei Frauen mit Schilddrüsenüberfunktion häufiger zum Knochenschwund (Osteoporose). Bisher behandeln Ärzte eine latente Überfunktion häufig nicht, wenn der Patient keine Beschwerden hat.
Eine latente Schilddrüsenüberfunktion lässt sich bei einer Blutuntersuchung feststellen. Die Konzentration des Hormons Thyreotropin (TSH) ist dann verringert, während die eigentlichen Schilddrüsenhormone,das T3 und T4 im Blut noch im Normbereich liegen. Zudem sollten Betroffenen bei entsprechenden Beschwerden zum Arzt gehen, der dann über eine Behandlung entscheidet. "Fehlfunktionen der Schilddrüse - ganz gleich ob stark oder schwach - gehören am besten in die Hände eines Endokrinologen", sagt Professor Helmut Schatz, Bochum, Pressesprecher der DGE.
05.06.2012, 14:39 Uhr | cme
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