Herzrasen
Das kann hinter Herzrasen stecken10.07.2012, 14:36 Uhr | akl
Nach dem Sport, bei Stress oder auch im Ruhezustand: Plötzlich fängt das Herz an zu rasen und man bekommt Angst. Doch nicht immer ist Herzrasen ein Grund zur Sorge. Nur ein Besuch beim Arzt kann Aufschluss geben. Die Checkliste der Deutschen Herzstiftung hilft Ihrem Arzt bei der Diagnose.
Nach Angaben der Deutschen Herzstiftung leiden etwa hunderttausend Menschen in Deutschland unter gutartigem Herzrasen, auch Herzjagen genannt. Hierbei beginnt das Herz plötzlich sehr schnell zu schlagen. Auch wenn Herzrasen in vielen Fällen nicht lebensgefährlich ist, schränkt es das Leben der Betroffenen oft erheblich ein. Während eines Anfalls sind sie arbeits- und fahrunfähig, viele werden ohnmächtig. Generell sollte man das Herzrasen und dessen Ursache von einem Arzt abklären lassen. Ob das Symptom gutartig ist oder nicht, kann der Arzt am besten einschätzen, wenn er genau beschrieben bekommt, wie sich ein solcher Anfall äußert.
Es gibt bestimmte Symptome, die auf gutartiges Herzrasen hindeuten. "Wenn die Anfälle plötzlich und unerwartet beginnen und plötzlich enden, nicht von bestimmten Situationen abhängen, in Ruhe oder allenfalls einige Stunden nach Belastung in der Ruhephase auftreten, spricht man von gutartigem Herzjagen", sagen die Professoren Paulus Kirchhof und Günter Breithardt gegenüber der Deutschen Herzstiftung. Weitere Hinweise seien Schwindel, ein Druck auf der Brust und leichte Übelkeit. Durch Manöver wie beispielsweise das Trinken eines Glases kalten Wassers könne man das Herzrasen oft beenden.
Dennoch sind die Symptome nur erste Hinweise. Wichtig ist, dass bei dem Betroffenen ein EKG, also ein Elektrokardiogramm sowohl im Ruhezustand als auch, wenn möglich, während eines Anfalls aufgezeichnet wird. Zudem muss der Arzt andere Erkrankungen ausschließen. Hierfür werden oft weitere Untersuchungen wie ein Ultraschall durchgeführt. Der Arzt wird Ihnen unter anderem die Frage stellen, ob Sie sich außerhalb des Herzrasens körperlich normal und belastbar fühlen. Gutartiges Herzrasen ist in den meisten Fällen heilbar, sagen Kirchhof und Breithardt. Medikamente und das Erlernen verschiedener Techniken helfen den Patienten.
Doch Herzrasen ist nicht immer harmlos. Dahinter können auch gefährliche Herzkrankheiten stecken, betont die Deutsche Herzstiftung. Es könne beispielsweise Vorhofflimmern sein. Von ihm sind in Deutschland rund eine Million Menschen betroffen. Aber auch Herzklappen- oder Herzmuskelerkrankungen sind mögliche Auslöser. Auch andere Erkrankungen wie Bluthochdruck, Angststörungen oder eine Unterzuckerung gehen häufig mit Herzrasen einher. Wer unter Herzrasen leidet, sollte die Checkliste ausfüllen und schnellstmöglich zu einem Arzt gehen.
10.07.2012, 14:36 Uhr | akl
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