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Meningitis ist eine lebensbedrohliche Hirnhautentzündung

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Meningitis  

Meningitis trifft besonders immunschwache Menschen

10.08.2012, 10:52 Uhr | nho

Meningitis trifft besonders immunschwache Menschen. Eine Impfung gegen die auslösenden Bakterien kann Leben retten. (Quelle: imago)

Eine Impfung gegen die auslösenden Bakterien kann Leben retten. (Quelle: imago)

Meningitis ist eine lebensbedrohliche Hirnhautentzündung, die durch Meningokokken-Bakterien ausgelöst wird. In Europa kommt sie laut Robert Koch-Institut vor allem im Winter und Frühjahr vor und trifft besonders immunschwache Menschen, wie Ältere und Kinder.

Sofortiges Handeln ist entscheidend

Eine Meningitis ist eine Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute, der Hüllen des zentralen Nervensystems. Die Meningitis kann durch Viren oder Bakterien ausgelöst werden. Die bakterielle Meningitis - meist verursacht durch Meningokokken - ist gefährlicher und schwerer im Krankheitsverlauf. Besonders gefürchtet ist der septische Schock. Dabei werden lebenswichtige Organe nicht mehr versorgt und Extremitäten nicht mehr durchblutet. Amputationen zur Lebensrettung sind dann mitunter unvermeidbar. Bei der Bekämpfung von Meningitis mit Antibiotika ist sofortiges Handeln entscheidend.

Symptome der Meningitis

Zu den typischen Anzeichen einer Meningitis gehören Fieber und grippeähnliche Symptome, Schwindel, Erbrechen und in schlimmen Fällen Bewusstseinsverlust. Beginnt sich der Körper im Extremfall lila zu färben, bleiben zur Lebensrettung nur wenige Minuten. Die virale Meningitis ist zwar weniger gefährlich, bei den genannten Symptomen sollten Erkrankte dennoch in jedem Fall unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Zudem kann auch eine virale Gehirnhautentzündung einen ernsthaften Verlauf nehmen, wobei dies selten ist.

Meningitis in Industrieländern nur selten

Eine Schutzimpfung gibt es in Deutschland derzeit gegen Meningokokken vom Typ C sowie gegen Pneumokokken und Haemophilus influenzae – also gegen bestimmte Erreger einer bakteriellen Meningitis. Gegen die viral bedingte Gehirnhautentzündung existiert, mit Ausnahme der FSME, kein Impfstoff. 30 bis 40 Prozent aller Fälle von bakterieller Meningitis ereignen sich in den ersten drei Monaten des Jahres. Glücklicherweise kommt die bakterielle Meningitis in Industrieländern nur noch selten vor. Die Erkrankungshäufigkeit liegt bei etwa 0,5 Fällen pro 100.000 Einwohner. Auch die virale Gehirnhautentzündung kommt gehäuft im Herbst und Frühjahr vor. Eine Ausnahme bildet die FSME, die vor allem im Frühsommer und Sommer auftritt und durch Zeckenstiche übertragen wird.

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