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Demenz: Zahl der Erkrankten kann sich bis 2050 verdoppeln

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Demenz  

Demenz: Zahl der Erkrankten kann sich bis 2050 verdoppeln

06.09.2012, 16:32 Uhr | afp/t-online

Demenz: Zahl der Erkrankten kann sich bis 2050 verdoppeln. Demenz: Die Krankheit betrifft vor allem alte Menschen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Demenz: Die Krankheit betrifft vor allem alte Menschen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Demenz ist in Deutschland weiter verbreitet, als bisher angenommen: In der Bundesrepublik leben bereits mehr als 1,4 Millionen Menschen mit Demenz. Sofern kein Durchbruch in Prävention und Therapie gelinge, werde sich die Zahl der Erkrankten bis zum Jahr 2050 auf etwa drei Millionen verdoppeln, erklärt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft in Berlin mit Verweis auf eine neue Untersuchung. Dies entspräche einer Zunahme um mehr als hundert zusätzliche Krankheitsfälle pro Tag. Zehn Tipps: So beugen Sie Demenz vor.

Demenz: Jährlich 300.000 Neuerkrankungen

Bislang waren Experten von rund 1,2 Millionen Demenzkranken in Deutschland ausgegangen. Im Auftrag der Deutschen Alzheimer Gesellschaft wurden die Zahlen von einem Wissenschaftler der TU München nun neu berechnet.
Jahr für Jahr treten in Deutschland fast 300.000 Neuerkrankungen auf. Die Krankheit betrifft vor allem alte Menschen. Etwa zwei Drittel sind über 80, fast 70 Prozent der Erkrankten sind Frauen. Demenz führt zum Verlust von geistigen Funktionen wie Denken, Sprache, Urteilsfähigkeit und Orientierung sowie zum Absterben oder einer starken Schädigung von Gehirnzellen. Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz: Zwei Drittel aller Demenzkranken sind in Deutschland von Alzheimer betroffen.

Deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern

Die Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Heike von Lützau-Hohlbein, sprach von "erschreckenden Zahlen". Es müsse mehr dafür getan werden, dass Menschen mit Demenz "ein menschenwürdiges Leben führen können und ihre Familien eine angemessene Unterstützung erhalten", forderte sie. Zwischen den Bundesländern gibt es laut der Studie aufgrund der Altersstruktur der Bevölkerung jenseits des 65. Lebensjahres zum Teil deutliche Unterschiede. So sind in Brandenburg rund acht Prozent der über 65-Jährigen an einer Demenz erkrankt, in Rheinland-Pfalz sind es neun Prozent. Nordrhein-Westfalen als bevölkerungsreichstes Bundesland hat mit mehr als 314.000 Betroffenen die absolut höchste Zahl der Demenzkranken.

Demenz-Raten steigen mit dem Alter steil an

Die Berechnung der neuen Zahlen für Deutschland beruht demnach auf den von der Dachorganisation Alzheimer Europe ermittelten aktuellen Zahlen, die den Prozentanteil der Erkrankten in einer bestimmten Altersgruppe beschreiben. Diese Raten steigen mit dem Alter steil an. Während der Anteil in der Altersgruppe der 65- bis 69-Jährigen bei rund zwei Prozent liegt, steigt er bei den über 90-Jährigen auf 41 Prozent an. Demenz ist nicht heilbar. Durch Medikamente und Therapien kann die Krankheitsentwicklung allenfalls verlangsamt werden.

Bestimmte Risikofaktoren führen zu Demenz

Etwa jeder zweite Fall von Demenz ist auf einige, wenige Risikofaktoren zurückzuführen, schätzen Experten. Das größte Risiko birgt das Rauchen, gefolgt von Bewegungsmangel. Ebenfalls auf der Liste stehen: Depressionen, Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht. Untersuchungen zeigen, dass sich der Krankheitseintritt von Erkrankungen wie Alzheimer um fünf bis zehn Jahre verzögern lässt, wenn man körperlich und geistig aktiv bleibt.

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