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    Influenza  

    Für wen die Grippeimpfung wichtig ist

    01.10.2015, 11:33 Uhr | ce (CF), bp, anni

    Für wen die Grippeimpfung wichtig ist. Ab einem Alter von 60 Jahren sollten Sie sich einmal jährlich impfen lassen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

    Ab einem Alter von 60 Jahren sollten Sie sich einmal jährlich impfen lassen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

    Eine Grippeimpfung muss jedes Jahr aufs Neue aufgefrischt werden. Ob man sich impfen lässt, bleibt jedem Patienten selbst überlassen – bestimmten Risikogruppen ist die Impfung gegen das Virus aber zu empfehlen. Die wichtigsten Informationen zur Grippeschutzimpfung zusammengefasst.

    Grippe: Virus löst heftige Symptome aus

    Eine Grippe dauert meist nur wenige Tage, ihre Symptome sind aber nicht ungefährlich. Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen Erkältung kündigt sie sich nicht allmählich an, sondern setzt meist sehr plötzlich ein. Husten, Kopf- und Gliederschmerzen sowie hohes Fieber sind typische Anzeichen. Bei den meisten Menschen ist das Immunsystem stark genug, um mit einer Grippe fertig zu werden. Nach einer Woche Bettruhe ist die Krankheit oft überstanden.

    Bei Menschen mit schwachem Immunsystem oder älteren Menschen kann die Virusgrippe jedoch auch einen schwereren Verlauf nehmen. Im schlimmsten Fall verläuft sie sogar tödlich. Hier kann eine Grippeimpfung helfen – sie wird jedoch nicht allen Menschen empfohlen.

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    Risikogruppen: Diese Menschen sollten sich impfen lassen

    Zu den Menschen, denen besonders zu einer Grippeimpfung zu raten ist, gehören laut der Ständigen Impfkommission (STIKO) alle über 60-Jährigen. Außerdem schließt die Risikogruppe Menschen mit chronischen Krankheiten oder mit schwachem Immunsystem sowie Säuglinge und Kleinkinder ein. Auch für Schwangere ab dem dritten Monat empfiehlt die STIKO die Grippeimpfung.

    Unabhängig von Alter und Gesundheitszustand sind auch Menschen mit vielen täglichen Personenkontakten besonders ansteckungsgefährdet. Dazu gehören Lehrer, Erzieher und Menschen, die in Kliniken arbeiten. Außerdem wird Bewohnern von Pflege- oder Altersheimen eine Impfung empfohlen. Für all diese Risikogruppen tragen die Krankenkassen die Kosten der Impfung.

    Gehören Sie nicht zu einer dieser Gruppen, möchten sich aber trotzdem impfen lassen, sollten Sie das mit Ihrem Arzt besprechen.

    Wer sich nicht impfen lassen sollte

    Unter bestimmten Umständen wird von einer Impfung sogar abgeraten. Sollten Sie etwa eine Allergie gegen bestimmte Bestandteile des Impfstoffes haben, ist es ratsam, auf die Grippeimpfung zu verzichten. Klären Sie auch dies im Vorfeld mit Ihrem Arzt ab. Möglicherweise findet sich eine Alternative zum gängigen Impfstoff.

    Auch sollten Sie auf eine Impfung verzichten, wenn Sie bereits an einem akuten Infekt leiden, zum Beispiel eine Erkältung oder Fieber haben. Warten Sie in diesem Fall, bis Sie vollständig genesen sind und Ihr Immunsystem stark genug für den Impfstoff ist.

    Bester Zeitpunkt für die Grippeimpfung: Herbst

    Ärzte empfehlen eine Grippeimpfung, bevor die Grippewelle richtig losgeht. Der Herbst ist ein guter Zeitpunkt, da die meisten Grippefälle im Januar und Februar auftreten. Bis der Impfschutz sich vollständig aufgebaut hat, benötigt der Körper etwa ein bis zwei Wochen. "Idealerweise lassen Sie sich im Oktober oder November impfen", empfiehlt Susanne Glasmacher vom Robert Koch-Institut in der Apotheken Umschau.

    Die Impfung muss jedes Jahr aufgefrischt werden, da sich das Grippevirus ständig verändert und der Impfstoff daran angepasst wird. Die Wirkung der Grippeimpfung hält etwa ein halbes Jahr an.

    Grippeimpfung: Nebenwirkungen und Reaktionen

    Das Ziel einer Impfung ist der Aufbau von Abwehrmechanismen im Körper. Hierzu werden die Krankheitserreger in abgeschwächter oder inaktivierter Form verabreicht. Dadurch wird das Immunsystem angeregt, einen Schutz vor den eigentlichen Krankheitserregern aufzubauen.

    Die gespritzten Krankheitserreger können zu leichten Reaktionen, aber auch zu Nebenwirkungen führen. Laut Apotheken Umschau treten im schlimmsten Fall Erkältungssymptome auf, die nach ein bis zwei Tagen wieder abklingen. Außerdem kann es an der Einstichstelle zu Rötungen, Schmerzen oder Schwellungen kommen.

    Kosten für eine Grippeschutzimpfung

    Wenn Sie zu den oben beschriebenen Risikogruppen gehören und gesetzlich versichert sind, übernimmt Ihre Krankenkasse die Kosten für die Grippeschutzimpfung. Für privat Versicherte gelten ähnliche Regelungen. Um sicher zu gehen, sollten Sie dies im Vorfeld mit Ihrem Versicherer abklären. Teilweise kommt der Arbeitsgeber auch für die Kosten einer Grippeimpfung auf.

    Schutz vor Grippe auch ohne Impfung: Tipps

    Wer sich nicht impfen lassen möchte oder muss, sollte sich vor Grippe so schützen wie auch vor Erkältungen. Beachten Sie dazu die folgenden Tipps:

    • Waschen Sie sich häufig die Hände mit Seife – auch zwischen den Fingern und die Fingernägel.
    • Meiden Sie den Kontakt mit erkälteten oder an Grippe erkrankten Personen.
    • Kommen Sie möglichst selten mit den Händen in die Nähe der Nase, des Mundes oder der Augen.
    • Wenn Sie bereits erkrankt sind, vermeiden Sie es, in Ihre Hand oder Armbeuge zu husten oder zu niesen.

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