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Herpes: Neun von zehn Deutschen tragen das Herpes-Virus in sich

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Herpes

Neun von zehn Deutschen tragen das Herpes-Virus in sich

01.07.2013, 15:27 Uhr | stw

Herpes: Neun von zehn Deutschen tragen das Herpes-Virus in sich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Neun von zehn Deutschen tragen das Herpes-Virus in sich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In Deutschland tragen laut dem Fraunhofer-Institut neun von zehn Deutschen den Erreger für Herpes in sich. Viele merken davon nichts, denn nicht bei jedem treten die kribbelnden Bläschen hervor. Bei anderen Menschen hingegen blüht der Lippenherpes immer wieder auf. Besonders tückisch: Das Virus ist hochansteckend, was am besten gegen die kribbelnden Bläschen hilft.

Erreger gelangen durch Verletzungen in den Körper

Der Erreger für Lippenherpes - Herpes simplex Virus Typ 1 (kurz: HSV 1) ist weltweit verbreitet und überträgt sich als Tröpfcheninfektion oder Schmierinfektion auf verletzte Haut. Was die meisten nicht wissen: Gemeinsam benutzte Gläser, Ess- und Trinkgeschirr, Handtücher und Küsse sind nur selten die Ansteckungsquelle. Einmal in den Körper gelangt, bleiben die Viren für immer. Die Erreger wandern entlang der Nervenbahnen und setzen sich an den so genannten Nervenknoten ab.

Das Positive: Bei den meisten Menschen kommt es nie zum Ausbruch von Herpes. Laut Angaben des Robert Koch-Instituts wird bei 20 bis 30 Prozent der Betroffenen der Erreger jedoch immer wieder reaktiviert. Die Folge: Lippenherpes, der erst nach 14 Tagen abheilt.

Schwaches Immunsystem begünstig Viren

Der häufigste Auslöser für Lippenherpes ist ein schwaches Immunsystem. Ist es angegriffen, reicht oft schon eine harmlose Erkältung, damit der Herpes ausbricht. Daher sollten Sie Ihre Immunabwehr stärken. Gehen Sie öfter an die frische Luft, nehmen Sie viel Vitamin C zu sich, achten Sie auf eine gesunde Ernährung und sorgen Sie dafür, dass Ihr Körper ausreichend Schlaf bekommt.

Verletzungen reaktivieren Herpesviren

Manchmal können auch Verletzungen in der Nähe des Mundes Herpes auslösen. Betroffen sind häufig Männer: Zum Beispiel werden die Herpesviren beim Rasieren durch eine stumpfe Klinge oder zu hohen Druck wieder aktiv. Auch Zahnbehandlungen und mechanische Reize können laut RKI Herpesviren begünstigen.

Intensive UV-Strahlung meiden

Eine intensive UV-Strahlung, etwa durch Höhensonne oder durch Sonnenbaden am Strand, kann Herpesviren ebenfalls hervorrufen. Nicht nur die Sonne am Meer begünstigt Lippenherpes, sondern auch die Strahlung im Hochgebirge. Personen, die bereits Probleme mit dem Herpesvirus haben, sollten daher bei viel Sonne Lippenstifte mit einem hohem Lichtschutzfaktor verwenden.

Hormonschwankungen sorgen für Herpes

Frauen können während ihrer Menstruation anfälliger für Herpes sein. Ärzte nennen diese Form des Lippenherpes "herpes menstrualis". Schuld daran sind Hormonschwankungen, die den Herpes begünstigen. Aber auch Ekel kann ein Grund für Lippenherpes sein. In einigen Fällen kommt es auch ohne ersichtlichen Auslöser zu einem Ausbruch.

Lippenherpes löst auch Genitalherpes aus

Laut Angaben des RKI werden etwa 20 bis 30 Prozent der Genital-Herpes-Infektionen (HSV 2) durch Lippenherpes (HSV 1) verursacht. Der Grund für die Zunahme der Infektionen im Genitalbereich ist laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf die verbreiteten oralen Sextechniken in den Industrieländern zurückzuführen.

Bei Herpes im Genitalbereich werden in erster Linie virushemmende Medikamente eingesetzt, die das Abheilen der Geschwüre beschleunigen. Hier gilt: Je früher sie eingesetzt werden, desto wirksamer sind sie. Daher sollten Betroffene bereits bei den ersten Anzeichen einen Arzt aufsuchen.

Nicht jedes Hausmittel hilft

Doch was hilft am besten gegen Lippenherpes? Hausmittel wie Zahnpasta oder Honig werden oft genannt. Sie sollen dafür sorgen, dass das Bläschen austrocknet. Aber Vorsicht: Denn es besteht die Gefahr, dass Sie die Zahnpasta aufkratzen und die Wunde anfängt zu bluten. So gelangen wieder Keime in die Wunde.

Das gilt übrigens auch für spezielle Herpes-Pflaster. Besonders wirksam sind hingegen Salben und Gele mit den Wirkstoffen Aciclovir oder Penciclovir. Diese hemmen das Wachstum der Viren. Auch Salben mit Melissenextrakt oder Zink helfen bei ersten Anzeichen. Wenn sich die Beschwerden nach einigen Tagen nicht bessern, oder sich die Bläschen sogar weiter ausbreiten, sollten Sie einen Arzt hinzuziehen.

01.07.2013, 15:27 Uhr | stw

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