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Lebensmittel: Diese Gewürze und Früchte können zu Vergiftungen führen

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Lebensmittel  

Diese Lebensmittel können gefährlich werden

15.11.2012, 10:32 Uhr | ag/cme

Lebensmittel: Diese Gewürze und Früchte können zu Vergiftungen führen. Zimt enthält Cumarin. Zu viel davon kann zu Vergiftungen führen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zimt enthält Cumarin. Zu viel davon kann zu Vergiftungen führen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wussten Sie, dass viele Lebensmittel von Natur aus Giftstoffe enthalten, die bei falscher Zubereitung oder in größeren Mengen gesundheitsschädigend sein können? So führt der übermäßige Verzehr von Zimt wegen des darin enthaltenen Cumarins zu Übelkeit. Und nur vier Gramm Muskatnuss reichen aus, um bewusstlos zu werden. Ebenfalls hochgiftig sind ungegarte grüne Bohnen. Wir klären darüber auf, welche Lebensmittel Giftstoffe enthalten und geben Tipps für die Zubereitung.

Zimtsterne nur in Maßen naschen

Liebhaber von Weihnachtsplätzchen mit Zimt sollten vorsichtig sein. Das Gewürz enthält nämlich Cumarin, das unter anderem Namen auch als Rattengift verwendet wird und bei empfindlichen Menschen schnell zu Kopfschmerzen, Erbrechen und Übelkeit führen kann. Bei übermäßigem Verzehr kann Cumarin sogar die Leber schädigen und im schlimmsten Fall Gelbsucht hervorrufen, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Es empfiehlt für Kinder daher maximal vier Zimtsterne pro Tag, für Erwachsene seien 15 noch in Ordnung. Durch eine Portion Milchreis mit Zimt wird die unbedenkliche Zimtration jedoch schnell überschritten. Tipp: Verwenden Sie bei der Weihnachtsbäckerei statt des billigen Cassia-Zimts den teureren Ceylon-Zimt. Dieser enthält nämlich deutlich weniger Cumarin.

Bittermandeln und Cashew-Kerne nicht roh essen

Auch Mandeln werden häufig als Backzutat verwendet. Neben süßen Mandeln, die roh gegessen werden können, gibt es Bittermandeln, die zum Verzehr nicht geeignet sind: Sie enthalten nämlich Amygdalin, welches während des Verdauungsprozesses hochgiftige Blausäure abspaltet. Wird die Bittermandel gekocht und im Gebäck verarbeitet , verflüchtigt sich die hitzeempfindliche Blausäure auf eine unbedenkliche Menge. allerdings reichen 50 rohe Bittermandeln aus, um einen Erwachsenen zu töten. Cashew-Kerne dagegen sollten ebenfalls niemals roh verzehrt werden. Sie enthalten nämlich ein Harz, das Hautallergien auslösen kann. Die als Knabbereien angebotenen Cashew-Kerne im Supermarkt sind dagegen unbedenklich, da die Kerne zuvor gedünstet wurden.

Grüne Bohne immer nur gegart verzehren

Wer glaubt, dass unbehandelte Lebensmittel immer am gesündesten sind, der irrt. Ein Großteil der Lebensmittelvergiftungen wird durch rohe oder ungenügend erhitzte Lebensmittel ausgelöst. Nicht umsonst wurde das Kochen erfunden. So werden Hülsenfrüchte, Kartoffeln oder auch Getreide erst durchs Kochen oder Mahlen genießbar. Rohe Bohnen etwa enthalten einen giftige Eiweißstoff, der zu Erbrechen, Bauchschmerzen und im Extremfall sogar zum Tod führen kann. Durch das Erhitzen kann dieser zerstört werden. Vor der Zubereitung sollten grüne Bohnen im Ganzen gewaschen und ihre Enden entfernt werden. Eventuell vorhandene Fäden zieht man dabei mit ab.

Rohe Lebensmittel können tödlich sein

Rhabarber und rote Beete enthalten Oxalsäure, die bei übermäßigem Genuss Nierensteine verursachen kann. Für Rhabarber gibt es eine einfache Regel: Er sollte frisch nur im Frühsommer gegessen werden. Ab Juli nimmt die Konzentration an schädlicher Säure zu. Auch der Verzehr roher Tierprodukte birgt Gefahren, da sich in Fleisch, Fisch und Eiern schnell Bakterien vermehren können. Salmonelleninfektionen zählen zu den häufigsten Lebensmittelvergiftungen und enden im schlimmsten Fall tödlich. Davor kann man sich schützen, indem man tierische Lebensmittel gut durchgart.

Zu starkes Erhitzen lässt Giftstoffe entstehen

Während viele Giftstoffe und Bakterien durchs Kochen unschädlich gemacht werden, entstehen andere erst durch übermäßiges Erhitzen. So können sich beim Grillen durch die hohen Temperaturen schädliche Polyaromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) bilden - insbesondere dann, wenn Fett in die Glut tropft. Je schwärzer das Fleisch, umso höher die Anzahl der enthaltenen Schadstoffe. Auch beim Rösten, Braten und Frittieren von Kartoffeln und Getreide entsteht ein gesundheitsschädlicher Stoff, das Acrylamid. Und auch hier gilt: Je dunkler und je knuspriger, umso mehr Schadstoffe sind enthalten. Die Wirkung dieser Giftstoffe merkt man allerdings erst nach Jahren - und dann in der Regel indirekt: Sie fördern die Entstehung verschiedener Krebserkrankungen.


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