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Parkinson: Die ersten Symptome kommen lange vor dem Zittern

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Starre Mimik, kleine Schritte  

Parkinson fängt nicht immer mit Zittern an

05.06.2016, 10:29 Uhr | ag, t-online.de, dpa

Parkinson: Die ersten Symptome kommen lange vor dem Zittern. Muhammad Ali starb am 3. Juni im Alter von 74 Jahren. (Archivfoto) (Quelle: AP/dpa)

Muhammad Ali starb am 3. Juni im Alter von 74 Jahren. (Archivfoto) (Quelle: AP/dpa)

Fast jeder kennt das Zittern als typisches Symptom von Parkinson. Auch Muhammad Ali litt an der Nervenkrankheit. Allerdings hat das Leiden viele Gesichter und kann sich bei Betroffenen auch durch starre Mimik und sehr kurze Schritte zeigen. Wir haben die Frühsymptome der Krankheit zusammengestellt.

Laut der Patienten-Informationsseite gesundheitsinformation.de können steife und angespannte Muskeln die Krankheit anzeigen. Betroffene können Arme, Beine und Hals oft nur sehr langsam bewegen und gehen dann zum Beispiel mit kurzen Schritten. Das Mitschwingen der Arme beim Gehen verschwindet, auch das Sprechen wird leiser und monoton. Oft werden solche Anzeichen nicht bemerkt oder als normale Alterserscheinungen missdeutet.

Aggressive Träume

Es gibt eine Reihe weiterer Symptome, die sich statt des Zitterns bemerkbar machen, wie zum Beispiel Schulterschmerzen, Schlafstörungen oder Verstopfungen. Ein schlechter werdender Geruchssinn kann bereits vier bis sechs Jahre vor ersten Störungen der Bewegung auftreten. Auch aggressive Träume deuten laut der Deutschen Parkinson Gesellschaft (DPG) auf ein erhöhtes Risiko hin - teilweise schon 10 oder 20 Jahre vor dem Ausbruch der Nervenkrankheit. Manche Betroffene schreien dann im Schlaf und schlagen um sich.

Ein Viertel der Betroffenen ist depressiv

Rund 70 Prozent der Parkinsonpatienten leiden unter psychischen Symptomen. Etwa ein Viertel der Betroffenen entwickelt eine Depression - oft sind depressive Verstimmungen sogar das einzige Anfangssymptom der Erkrankung.

Parkinson wird meist erst spät erkannt

Meist wird Parkinson erst erkannt, wenn deutliche Symptome wie Zittern oder Gangstörungen auftreten. Doch dann ist die Krankheit oft schon weit fortgeschritten und etwa 80 Prozent der Dopamin produzierenden Zellen im Gehirn sind abgestorben. Daher ist es wichtig, schon die ersten Signale richtig zu deuten. Summieren sich viele unklare Beschwerden, sollte ein Neurologe aufgesucht werden. 

Parkinson ist unheilbar

Durchschnittlich sind Betroffene 55 bis 60 Jahre alt, wenn sie die Diagnose erhalten. Nur fünf bis zehn Prozent der Erkrankungen treten vor dem Alter von 40 Jahren auf. Parkinson ist nicht heilbar. Es gibt jedoch Medikamente, die das fehlende Dopamin ausgleichen können oder im Organismus zu Dopamin umgewandelt werden. Die Medikamente werden entweder in Tablettenform oder als Pflaster verabreicht. Die Wirkung lässt aber im Laufe der Zeit nach.

Zudem besteht die Möglichkeit operativ eine Stimulationselektrode in das Gehirn einzusetzen. Auch Krankengymnastik sowie eine Sprach- und Schlucktherapie können sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken. Deutschlandweit leiden nach Angaben der Deutschen Parkinson Vereinigung e.V. zwischen 240.000 und 280.000 Menschen an Parkinson.

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