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Studie: Bei jedem achten Hypertoniker wirken Medikamente nicht

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Bei jedem achten Bluthochdruck-Patienten wirken Medikamente nicht

20.12.2012, 09:25 Uhr | t-online.de

Studie: Bei jedem achten Hypertoniker wirken Medikamente nicht. Regelmäßiges Blutdruckmessen schützt vor Demenz im Alter. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Jeder achte Bluthochdruck-Patient ist resistent gegen Medikamente. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schlechte Nachrichten für Patienten mit Bluthochdruck: Wie neue Studiendaten zeigen, spricht jeder achte Hypertoniker nicht auf Arzneimittel an und ist damit einem besonders hohen Infarktrisiko ausgesetzt. Im Vergleich zu Patienten mit medikamentös regulierbarem Bluthochdruck liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Schlaganfall, einen Herzinfarkt oder den sofortigen Tod um elf Prozent höher.

Bei nicht tödlichen Schlaganfällen und Klinikeinweisungen aufgrund von Herzinsuffizienz liegt die Rate mit 26 Prozent beziehungsweise 36 Prozent sogar noch einmal deutlich drüber.

Jeder achte Hypertoniker nicht behandelbar

Die Studie, aus der die Ergebnisse hervorgehen, wurde dieses Jahr im Auftrag der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie von einer internationalen Forschergruppe angefertigt. Sie bedient sich der Daten aus dem REACH-Register, in dem etwa 69.000 Patienten aus 44 Ländern erfasst sind. REACH ist eines der größten Register, in dem Daten zur Krankheitsentwicklung bei Gefäßerkrankungen erhoben werden. Der Großteil der geführten Patienten leidet an Bluthochdruck.

Die zugrunde liegende Analyse basiert auf den Daten von 53.530 Teilnehmern mit Hypertonie, die Nachbeobachtung erstreckte sich über den Zeitraum von vier Jahren. Bei 12,7 Prozent der Fälle erwies sich der Bluthochdruck als nicht therapierbar. Die Betroffenen wiesen trotz regelmäßiger Einnahme von drei oder mehr Blutdrucksenkern in maximal verträglicher Dosis einen Blutdruckwert von über 140/90 mmHg (Millimeter-Quecksilbersäule) auf.

Klicken Sie auf das Bild: Die interaktive Grafik zeigt, welche fatalen Folgen Bluthochdruck haben kann. (Quelle: t-online.de) Klicken Sie auf das Bild: Die interaktive Grafik zeigt, welche fatalen Folgen Bluthochdruck haben kann.Infarktrisiko steigt mit Anzahl der Blutdrucksenker

Die Patienten, deren Bluthochdruck als nicht therapierbar galt, nahmen auch mehr Blutdrucksenker ein. Doch das kann gefährlich werden. Mit der Zahl der eingenommenen Blutdrucksenker steigt auch das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall. Patienten, die fünf oder mehr Blutdrucksenker einnahmen, hatten ein um 21 Prozent höheres Herzinfarkt- oder Schlaganfall-Risiko als Patienten, die drei oder weniger Medikamente einnahmen.

Doch es gibt neben Medikamenten auch andere Maßnahmen, um den Blutdruck zu senken. Dazu zählen beispielsweise regelmäßiger Sport, die richtige Ernährung oder die Reduzierung des Salzkonsums. Auch wer das Rauchen aufgibt, kann seinen Blutdruck senken.

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