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Keime: Bis zu 40 Prozent der Infektionen sind vermeidbar

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Keime  

Bis zu 40 Prozent der Infektionen im Krankenhaus sind vermeidbar

22.03.2013, 13:57 Uhr | stw

Keime: Bis zu 40 Prozent der Infektionen sind vermeidbar. Regelmäßiges Desinfizieren schützt im Krankenhaus vor Infektionen.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Regelmäßiges Desinfizieren schützt im Krankenhaus vor Infektionen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In Deutschland erkranken laut der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. jährlich bis zu 600.000 Patienten an Krankenhauskeimen. Mit zum Teil dramatischen Folgen: Längere Aufhalte in der Klinik, verzögerte Heilung und im schlimmsten Fall droht sogar eine Lungenentzündung mit Todesfolge. Die Erreger haben verschiedene Ursachen und können im Zusammenhang mit einer medizinischen Behandlung entstehen. Bis zu 40 Prozent der Infektionen wären jedoch vermeidbar. So können Sie sich vor den Erregern schützen.

Jährlich 600.000 Neuinfektionen in Deutschland

Immer mehr Patienten in Deutschland erkranken an Erregern aus dem Krankenhaus. Die Ursache dafür sind vor allem körpereigene Mikroorganismen auf der Haut der Patienten. Studien auf der Intensivstation haben jedoch gezeigt, dass bis zu 38 Prozent der Krankenhauskeime von Pflegepersonal oder anderen Patienten stammen, berichtet die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V.

Bis zu 40 Prozent der Infektionen sind vermeidbar

"In diesen Fällen können wir durch systematische Identifikation von Infektionsproblemen mindestens 20 bis 30 Prozent der Infektionen, in manchen Einrichtungen sogar bis zu 40 Prozent, verhindern", erläutert Professor Dr. med. Frank Brunkhorst vom Universitätsklinikum Jena. "Das bedeutet konkret: Bis zu 180.000 jährliche Infektionen in Deutschland – davon 4.500 Todesfälle – sind vermeidbar."

Betroffene leiden unter den Folgen

Eine Infektion mit den Erregern ist für Personal sowie für Patienten mit erheblichen Folgen verbunden. Das Pflegepersonal hat einen großen Mehraufwand und der Betroffene leidet unter schlecht heilenden Wunden, die im schlimmsten Fall zu einer Sepsis führen können. Das schwächt zudem den gesamten Körper und gefährdet die Gesundheit.

Handseife bietet keinen ausreichenden Schutz

Patienten können sich jedoch bis zu einem gewissen Grad selbst schützen. "Regelmäßige Händedesinfektion ist das A und O", so das Bundesministerium für Gesundheit. Bloßes Händewaschen reiche nicht aus, denn herkömmliche Handseife biete keinen ausreichenden Schutz. Desinfizieren Sie auch persönliche Gegenstände, rät das Ministerium. Eine Ansteckung ist auch durch eine mögliche Tröpfcheninfektion möglich, tragen Sie daher gegebenenfalls einen Mundschutz. Zudem sollten Patienten täglich Ihre Wäsche wechseln und gebrauchte Handtücher und Lappen austauschen. Bei Behandlungen des Nasen oder Rachenbereichs empfiehlt es sich, Einmalzahnbürsten zu verwenden.

Auch die Kliniken müssen handeln

Achten Sie auch darauf, ob sich das Pflegepersonal die Hände desinfiziert und Handschuhe trägt. Wenn nicht, weisen Sie das Personal ruhig darauf hin. Einige deutsche Kliniken führen vor der stationären Aufnahme Screenings bei Patienten durch. So können bereits mögliche Infektionen erkannt werden. Wenn Sie die Möglichkeit haben, sollten Sie anstehende Krankenhausaufenthalte in Kliniken verlegen, die solche Tests vornehmen, um die die Gefahr einer Infektion zu senken.

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