07.12.2012, 14:48 Uhr | dpa
Tumore in den Atmungsorganen gehören zu den häufigsten Krebsarten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben die Todesursache Nummer eins in Deutschland - immer häufiger ist es aber auch Krebs. Neue Statistiken zeigen, woran die Deutschen am sterben.
Im Jahr 2011 sind in der Bundesrepublik 852.328 Menschen gestorben. 40,2 Prozent davon an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Das war der niedrigste Anteil seit Beginn der elektronischen Statistik 1980. Mehr als jeder Vierte (26,0 Prozent) erlag einem Krebsleiden - das war der höchste Anteil, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Insgesamt starben 6.440 Menschen weniger als im Vorjahr.
Der Anteil der Todesfälle aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ging im Jahresvergleich um 0,9 Prozentpunkte zurück. 92 Prozent der Menschen, die 2011 an einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall oder einer ähnlichen Ursache starben, waren mindestens 65 Jahre alt. Herzinfarkt stand auf 55.286 Totenscheinen - darunter waren mehr als die Hälfte (55,6 Prozent) Männer.
Vor allem Therapien gegen hohes Cholesterin und Rückgänge beim Rauchen hätten die Zahl der Herzinfarkte in den vergangenen zehn Jahren deutlich gesenkt, sagt Kardiologe Prof. Christian Hamm aus dem hessischen Bad Nauheim. Die Infarkt-Sterblichkeit habe in diesem Zeitraum sogar halbiert werden können.
45.000 Männer und Frauen erkranken pro Jahr in Deutschland. Hauptursache ist Tabakkonsum. zum Video
Der Anteil der krebsbedingten Todesursachen stieg binnen Jahresfrist um 0,5 Prozentpunkte. Die häufigsten Krebsarten waren bei beiden Geschlechtern Erkrankungen der Verdauungsorgane, bei Männern gefolgt von Tumoren der Atmungsorgane. Häufigste Einzeldiagnose bei den Krebserkrankungen der Frauen war Brustkrebs.
Hauptursache für die leichte Zunahme ist nach Ansicht von Fachleuten die alternde Gesellschaft. "Es erkranken mehr Menschen an Krebs, weil die Bevölkerung altert", erklärte Lina Jansen vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. "Hätten wir eine Bevölkerung, die genauso alt ist wie vor zehn Jahren, dann sähe man, dass die Sterbefälle zurückgehen würden, weil die Therapie besser ist - und auch wegen der Vorsorge."
Knapp vier Prozent aller Todesfälle waren 2011 auf eine nicht natürliche Ursache zurückzuführen, 31 Prozent davon gingen auf einen Freitod zurück. 10.144 Menschen nahmen sich das Leben, das sind 123 mehr als im Vorjahr. Drei Viertel von ihnen waren Männer. Zum Vergleich: Im Straßenverkehr kamen 4.009 Menschen um.
Zugleich sind mehr Menschen an den Folgen eines Sturzes gestorben. Bei 9.722 Menschen war dies die Ursache ihres Todes. Diese Zahl hat in den vergangenen zehn Jahren laut Statistik um 35,8 Prozent zugenommen. Besonders betroffen waren ältere Frauen.
Senioren über 65 stürzen einer kanadischen Studie zufolge besonders oft, wenn sie ihr eigenes Gewicht falsch verlagern. Dafür wurden 227 Videofilme aus zwei kanadischen Altenheimen ausgewertet, wie die Fachzeitschrift "The Lancet" berichtete. In einem Begleittext schrieb Clemens Becker vom Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart, dass es zu wenig Informationen über die Sturzursachen gibt.
Quelle: dpa
zur HomepageHier finden Sie den passenden Krebsspezialisten in Ihrer Nähe und sehen, wie andere Patienten ihn bewertet haben. Arztsuche starten
Die neuen Kollektionen von Top-
marken: Schuhe, Mode u.v.m. bei zalando.de - Versand gratis. mehr
Jetzt die neuen Saisontrends bis Größe 58 entdecken & die schönste Jahreszeit genießen. zum Special
Diese Laune der Natur zählt zu den skurrilsten Entdeckungen. mehr
Dual Mini-Anlage mit Plattenspieler, Kassette, CD, MP3, USB & Radio - nur 199,99 €. bei Hugendubel.de
Die "Philetta" der 50er ist zurück und liefert Ihnen die Spiele der UEFA CL live nach Hause. bei euronics.de