02.01.2013, 13:57 Uhr | cme, dpa-tmn
Regelmäßiges Ausdauertraining kann die körpereigene Immunabwehr unterstützen. Das hilft, gesund ins kommende Frühjahr zu starten - allerdings nur, wenn man es richtig macht. Wer es mit dem Training übertreibt oder keine ausreichenden Pausen einlegt, muss sogar mit einer erhöhten Infektanfälligkeit rechnen.
Ausdauertraining von moderater Intensität und moderatem Umfang stärke das Immunsystem und verbessere die Funktion bestimmter Immunzellen, sagt der Diplom-Sportlehrer Markus Wanjek von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie in Saarbrücken. "Dadurch kann die Infektrate der oberen Atemwege reduziert werden."
Gerade Menschen, bei denen die Immunabwehr nicht optimal funktioniert oder durch das Alter oder Alltagsstress reduziert ist, sollten ein moderat intensives Ausdauertraining absolvieren, rät der Dozent. "Wichtig ist dabei, das Training individuell auf den eigenen Trainingszustand anzupassen", sagt er. "Trainingsanfänger profitieren beispielsweise von zwei- bis dreimal Ausdauertraining in der Woche bei etwa 30-minütigen Trainingseinheiten."
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Infrage kommen je nach Trainingszustand und Vorlieben zum Beispiel Joggen und (Nordic) Walking an der frischen Luft oder alternativ Indoor-Training am Radergometer, auf dem Crosstrainer, dem Laufband oder mit einem Rudergerät. "Ein zu intensives, zu umfangreiches und erschöpfendes Ausdauertraining mit nicht ausreichenden Erholungsphasen bewirkt jedoch Gegenteiliges", warnt Wanjek. Es könne das Immunsystem vorrübergehend schwächen und unter anderem die Infektanfälligkeit erhöhen.
Damit das Immunsystem gestärkt und nicht geschwächt wird, ist auch die richtige Kleidung entscheidend. Wenn es draußen eisig kalt ist, greifen viele zur warmen Baumwollkleidung. Doch das ist falsch. Denn wer zu dick angezogen ist, schwitzt unnötig. Besonders der Laufdress aus Baumwolle saugt sich mit Schweiß voll und der nasse Körper kühlt schneller aus. Besser geeignet ist Funktionskleidung. Diese leitet den Schweiß nach außen, speichert die Körperwärme und schützt vor Feuchtigkeit. Ob Sie optimal angezogen sind, können Sie ganz einfach testen: Draußen sollten Sie ein wenig frösteln, nach ein paar hundert Metern müsste Ihnen dann warm sein.
Quelle: cme, dpa-tmn
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