14.01.2013, 14:50 Uhr | cme
Wer zum Arzt geht, muss manchmal starke Nerven haben. Erst dauert es Wochen, bis man einen Termin bekommt, dann muss man im Wartezimmer ausharren und am Ende fertigt der Arzt einen in fünf Minuten ab. Und auch die Mitpatienten können den Arztbesuch zur Hölle machen. Wir haben die größten Nervfaktoren in Wartezimmer und Praxis zusammengetragen.
Das Leiden beim Arzt beginnt schon lange vor der Behandlung: Wer als Kassenpatient einen Termin vereinbaren will, muss zunächst an der Arzthelferin vorbei. Da können die Schmerzen noch so groß sein: Manchmal dauert es trotzdem Wochen, bis man einen Termin bekommt. Zwar muss ein Arzt Patienten im Notfall behandeln. Doch die Definition eines Notfalls ist offenbar nicht immer gleich.
In der Praxis angekommen, geht der Ärger weiter. Während die Wartezeit bei einem gut organisierten Arzt auf ein Minimum reduziert ist, kann es in anderen Praxen auch mal Stunden dauern, bis man an der Reihe ist. Und die Zeit im Wartezimmer ist wahrlich kein Zuckerschlecken. Schniefende, hustende oder gar stöhnende Mitpatienten lösen selbst bei hartgesottenen Menschen einen Fluchtreflex aus. Auch Gespräche über Furunkel, offene Beine oder Hämorriden können die Wartezeit zur Qual werden lassen.
Wird man endlich aufgerufen, ist die Zeit im Behandlungszimmer knapp: In einer aktuellen Umfrage der Marktforschungsgesellschaft GfK gaben fast 30 Prozent der Befragten an, dass die Zeit, die ihnen ihr Arzt widmet, zu kurz sei. Doch damit nicht genug: Manch ein Arzt schaut seinen Patienten während des Gesprächs nicht mal an. Was ebenfalls nervt: Mediziner, die gelangweilt wirken, kaum zuhören und schnell den Rezeptblock zücken, ohne etwas zu erklären.
Doch zum Glück gibt es auch gute Ärzte, die sich Zeit für ihre Patienten nehmen. In Online-Bewertungsportalen kann man gezielt nach Ärzten in seiner Heimatstadt suchen und die Bewertungen anderer Patienten lesen. Zudem lohnt es sich, beim ersten Arztbesuch auf einige Faktoren zu achten. Ein guter Arzt nimmt sich ausreichend Zeit für die Befragung, Untersuchung und Beratung. Dass der Arzt Sie ernst nimmt, zeigt sich auch daran, dass er mit Kollegen kooperiert und zum Beispiel das Einholen einer zweiter Meinung empfiehlt. Ein guter Arzt weist zudem auf Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen von Medikamenten hin und führt Nachuntersuchungen durch.
Quelle: cme
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