18.02.2013, 15:27 Uhr | dpa
Eine Entzündung Bauchspeicheldrüse kann schwerwiegende Folgen haben. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Ein Ziehen im Bauch, Übelkeit und Völlegefühl: Wenn Betroffene über einen längeren Zeitraum über diese Beschwerden klagen, könnte auch eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse dahinter stecken. Die chronische Entzündung beginnt oft schleichend und kann über mehrere Monate unerkannt bleiben. Bis zu 80.000 Deutsche erkranken jedes Jahr an einer akuten Pankreatitis. Die chronische Form ist seltener, sie trifft rund 3000 Menschen pro Jahr.
Die Bauchspeicheldrüse, medizinisch auch als Pankreas bezeichnet, liegt im Oberbauch zwischen Leber, Magen und der linken Niere. Zu den wichtigsten Aufgaben des circa 15 Zentimeter langen Organs gehören die Bildung des blutzuckersenkenden Hormons Insulin und die Produktion von Verdauungsenzymen. So hilft zum Beispiel das Enzym Amylase die Kohlenhydrate der Nahrung in Zucker zu spalten. Das Enzym Lipase trennt Fette in Fettsäuren und Glyzerine. Bei einer Entzündung des Pankreas sind Verdauungsbeschwerden die Folge.
Es gibt zwei Arten einer Bauchspeicheldrüsen-Erkrankung: Eine akute Pankreatitis beginnt mit heftigen Bauchschmerzen, die häufig als gürtelartig und in den Rücken ausstrahlend beschrieben werden. Grund dafür sind die zugeschwollenen Pankreasgänge in denen sich die Verdauungsenzyme stauen. Gallensteine verstopfen den Ausgang von Gallengang und Bauchspeicheldrüse. Zudem können Übelkeit, Appetitlosigkeit, Gelbsucht und Fieber auftreten. Ein anderer Auslöser kann aber auch Alkoholmissbrauch sein.
Die chronische Form einer entzündeten Bauchspeicheldrüse bleibt meist länger unerkannt und richtet stets bleibenden Schaden an. Betroffene bekommen Probleme mit der Verdauung, Blähungen und Übelkeit. Die Schmerzen treten meist schubweise auf. Doch mit der Zeit wird das Gewebe zerstört und es kann zu Blutungen, Verdauungsstörungen und Diabetes mellitus kommen. Die Funktion der Bauchspeicheldrüse kann auch völlig ausfallen, so dass sie entfernt werden muss. Der Patient muss dann die Enzyme in Form von Tabletten einnehmen.
Um das Risiko einer Pankreatitis möglichst klein zu halten, sollte man seinen Alkoholkonsum einschränken oder sogar einstellen, mögliche Gallensteine entfernen lassen und mit dem Rauchen aufhören. Vor allem bei Männern zwischen 30 und 50 Jahren spielt Alkohol als Entzündungsauslöser eine Rolle. Seltenere Ursachen einer akuten Pankreatitis sind Medikamente, Infektionen, Tumore, Verletzungen oder genetische Faktoren.
18.02.2013, 15:27 Uhr | dpa
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