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Alzheimer-Krankheit: Vaskuläre Demenz lässt sich therapieren

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Alzheimer-Krankheit  

Vaskuläre Demenz lässt sich behandeln

03.08.2015, 16:16 Uhr | cme

Alzheimer-Krankheit: Vaskuläre Demenz lässt sich therapieren. Vaskuläre Demenz hat andere Ursachen als Alzheimer. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Vaskuläre Demenz hat andere Ursachen als Alzheimer. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Vergesslichkeit, Orientierungsprobleme und Sprachstörungen: Mindestens 1,2 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Demenz. Nicht immer handelt es sich dabei um Alzheimer. Die zweithäufigste Form des Hirnabbaus ist die Vaskuläre Demenz. Sie entsteht, wenn kleine Blutgefäße im Gehirn verstopfen. Zwar ähneln die Symptome denen der Alzheimer-Krankheit, doch die Vaskuläre Demenz verläuft anders und wird auch anders therapiert. Typisch für diese Demenzform ist der stufenartige Verlauf.

Kleine Blutgefäße im Gehirn verstopfen

Das Gehirn wird über kleine und große Blutgefäße mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Wird der Blutfluss unterbrochen, kommt es schnell zu massiven Störungen im Gehirn. Bei einem Schlaganfall verstopft oder reißt ein großes Blutgefäß. Eine große Zahl von Hirnzellen stirbt ab, es kommt plötzlich zu Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen. Verstopfen nur kleine Blutgefäße, sind die Auswirkungen zunächst gering. Eine Vaskuläre Demenz wird daher nicht sofort bemerkt, es handelt sich um einen schleichenden Prozess. Eine frühe Diagnose ist jedoch wichtig, um die Krankheit frühzeitig zu behandeln.

Symptome können plötzlich auftreten

Einige Symptome ähneln denen der Alzheimer Krankheit: So kommt es bei Vaskulärer Demenz zu Orientierungslosigkeit, Gedächtnisstörungen, Sprachstörungen sowie zu Problemen bei Alltagstätigkeiten. Zusätzlich sind häufig Bewegung und Koordination beeinträchtigt, so stürzen Betroffene zum Beispiel leichter. Zudem können Lähmungen und Sehstörungen auftreten, was bei Alzheimer anfangs eher untypisch ist. Gelegentlich treten die Symptome sehr plötzlich auf - zum Beispiel im Zusammenhang mit einem Schlaganfall.

Vaskuläre Demenz verläuft stufenartig

Während Alzheimer in der Regel schleichend beginnt und sich kontinuierlich verschlechtert, verläuft die Vaskuläre Demenz häufig stufenweise. Das heißt, der Zustand bleibt oft lange stabil und verschlechtert sich dann plötzlich. Manchmal stoppt die Erkrankung sogar ganz. Letztendlich kann die Diagnose aber nur durch mehrere Tests beim Arzt erfolgen. Dabei muss der Betroffene Fragen beantworten und einige Aufgaben auf dem Papier lösen - zum Beispiel geometrische Figuren zeichnen. Auch der Uhrentest kommt zum Einsatz. Häufig werden auch eine Computertomografie oder eine Kernspintomografie durchgeführt, um die Durchblutungsstörung im Gehirn zu erkennen.

Medikamente verbessern Durchblutung im Gehirn

Schäden im Gehirn lassen sich in der Regel nicht mehr rückgängig machen. Allerdings gibt es Medikamente, die den Blutfluss im Gehirn verbessern und so das Fortschreiten der Demenz bremsen können. Unter anderem verordnen Ärzte Acetylsalicylsäure, auch bekannt als Aspirin, oder Clopidogrel, um die Durchblutung zu verbessern. Zudem werden auch die Ursachen der Vaskulären Demenz bekämpft. Die häufigsten sind Bluthochdruck, Diabetes mellitus, erhöhte Blutfettwerte sowie Tabakkonsum.

Bewegung und gesunde Ernährung beugen vor

Mit einer gesunden Lebensweise lässt sich das Risiko für Vaskuläre Demenz beeinflussen. Regelmäßige Bewegung ist dabei ebenso wichtig wie das Halten des Normalgewichts. Zudem sollte man Blutdruck sowie Blutfett- und Blutzuckerwerte regelmäßig kontrollieren lassen. Auch wer geistig aktiv bleibt und offen für Neues ist, hält sein Gehirn fit. Zwar lässt sich eine Vaskuläre Demenz nicht in jedem Fall verhindern. Sein persönliches Risiko kann aber jeder deutlich senken.

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