Schlüssellochoperation
Schlüssellochoperation erfordert nur wenige Schnitte06.08.2013, 14:24 Uhr | stw
In der Operationstechnik findet eine deutliche Trendwende statt. Sogenannte Schlüssellochoperationen ersetzen immer häufiger große und belastende Bauchschnitte. Statt langer Schnitte genügen bei dieser Methode wenige kleine Einschnitte so groß wie ein Schlüsselloch. Wir erklären, was hinter dieser invasiven Technik steckt und wann sie zum Einsatz kommt.
Schlüssellochoperationen zählen zu den minimal-invasiven Verfahren. Das bedeutet, es werden beim Patienten nur wenige Schnitte vorgenommen, um so wenig Haut und Weichteile wie möglich zu verletzen. Die Schnitte sind nur so groß wie ein Schlüsselloch - etwa 0,5 bis zwei Zentimeter lang. Über winzige Schnitte in der Bauchdecke führen Ärzte kleine Sonden mit Instrumenten und eine Kamera zum Organ und operieren mit Blick auf den Bildschirm.
Die Schlüssellochoperation bietet gleich mehrere Vorteile, neben kürzeren Krankenhausaufenthalten und weniger Schmerzen für den Patienten, wird auch ein besseres kosmetisches Ergebnis erzielt, da nur eine sehr kleine Narbe zurückbleibt.
Auch das Risiko eines Narbenbruchs betrage bei minimal-invasiven Eingriffen nur etwa fünf Prozent, sagt Professor Martin Strik, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für minimal-invasive Chirurgie der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) gegenüber der "Apotheken-Umschau". Bei einem normalen Eingriff liegt das Risiko nach Angaben des Experten bei annähend 20 Prozent.
Laut der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten mit Sektion Endoskopie (DGVS) ist ein minimal-invasiver Zugang vor allem bei Blinddarm- und Gallenblase sinnvoll. Auch bei den meisten Operationen im Bauchraum beispielsweise bei der Entfernung von gutartigen Magengeschwulsten oder von Polypen aus dem Dickdarm, kommt diese Methode zum Einsatz.
Doch auch wenn diese OP-Technik auf dem Vormarsch ist, ist sie nicht für alle Eingriffe geeignet. Denn nicht immer ist die Variante mit kleinstmöglichen Schnitten besser als ein sogenannter offener Eingriff. So überwiegen die Vorteile des offenen Zugangs etwa bei Magen- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs, berichtet die DGVS.
Gerade bei Tumoroperationen ist ein normaler Eingriff oft die bessere Wahl, da der Chirurg die Möglichkeit hat, bei Blutungen oder anderen Komplikationen schneller und effektiver einzugreifen. Die Eingriffe sind in der Regel technisch schwieriger und zeitaufwendiger, als offene Operationen.
Zudem kann nicht jeder mit der Schlüsselloch-Methode operiert werden. Dazu zählen Menschen mit starkem Übergewicht oder mit Verwachsungen von früheren Operationen. Auch der Zustand des Patienten und sein Krankheitsbild müssen berücksichtigt werden. Erst dann wird entschieden, ob ein minimal-invasiver Eingriff infrage kommt. Die Entscheidung für eine solche Operation sollte vorher sorgfältig mit einem Arzt besprochen werden.
06.08.2013, 14:24 Uhr | stw
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