Sonnenbrand
Warum gesunde Bräune ein Irrtum ist06.08.2013, 13:44 Uhr | ag
Gebräunte Haut gilt für viele als Schönheitsideal. Leider gehen die meisten viel zu leichtsinnig mit der Sonnenstrahlung um und vernachlässigen den Sonnenschutz. Was nur die wenigsten wissen: Nicht nur Sonnenbrand, sondern bereits die sommerliche Bräune ist eine Abwehrreaktion der Haut auf Sonneneinstrahlung.
Viele Sonnenanbeter reagieren erst bei Sonnenbrand und gehen aus der Sonne. Doch auch leicht gerötete Haut bedeutet, dass die Haut bereits geschädigt ist. "Sonnenbrand gibt es in allen Schattierungen - von einer leichten, kaum spürbaren Rötung bis hin zu schwersten Verbrennungen wie Blasenbildung", sagt der Dermatologe Prof. Volker Steinkraus vom Dermatologikum in Hamburg. In schwerwiegenderen Fällen solle die akut verbrannte Haut mit kühlenden Cortison-Lotionen behandelt werden. Doch auch eine innerliche Therapie sei notwendig: "Zum Beispiel mit antientzündlichen Medikamenten wie etwa Indometacin-Tabletten oder Asprin", so Steinkraus.
Doch nicht nur der Sonnenbrand, sondern auch die sommerliche Bräune zeigt an, dass die Haut gestresst ist. "Bräune ist kein Natur-Make-up; sie soll die Haut vor der Sonne schützen", erklärt Steinkraus. "Medizinisch gesehen ist Bräune immer ein Zeichen dafür, dass sich unsere Hautzellen vor dem Stress der UV-Lichtstrahlung schützen wollen." Daher ist es falsch, von gesunder Bräune zu sprechen. Ein weiterer Irrglaube ist, dass bei gebräunter Haut der Lichtschutzfaktor reduziert werden kann. Wenn die Bräune allerdings langsam erworben wird, sind die Schäden gering. "Dann hat die Haut genügend Zeit, ihre zum Teil sehr wirkungsvollen Eigenschutzvorkehrungen zu entwickeln".
Auch wenn es in der Sonne noch so schön ist: Ein Aufenthalt im Schatten ist erfrischender und gesünder. Doch auch wer sich dort aufhält, braucht unbedingt zusätzlichen Schutz. Denn sogar dort ist man immer noch der Hälfte der UV-Strahlung ausgesetzt. Selbst bei bewölktem Himmel kann man einen Sonnenbrand bekommen. Eine dünne Wolkendecke hingegen hält nämlich nur etwa zehn bis 20 Prozent der UV-Strahlung zurück.
Ein weit verbreiteter Irrglaube ist es, dass häufiges Auftragen der Sonnencreme die Schutzdauer verlängert. Es hält lediglich die Wirksamkeit der Schutzsubstanzen aufrecht, die durch Schwitzen und Abrieb verlorengehen. Auf die Zeit, in der man unbesorgt in der Sonne liegen kann, hat das Nachcremen hingegen keinen Einfluss. Auch die Vorstellung durch Vorbräunen im Solarium das Risiko eines Sonnenbrandes zu senken, entspricht nicht der Wahrheit. Denn die UV-B-Strahlen, die den hauteigenen Schutz aufbauen, werden aus der Sonnenbank-Strahlung fast vollständig herausgefiltert. Stattdessen wird die UV-A-Strahlung um ein Vielfaches erhöht, damit überhaupt eine Bräunung der Haut eintritt.
Vorgebräunte Haut ist zwar besser gegen die Sonnenstrahlen gewappnet - etwa um Lichtschutzfaktor 4. doch das reicht bei weitem nicht aus, um auf Sonnencreme zu verzichten. Ihren optimalen Eigenschutz hat die Haut ohnehin erst nach etwa drei Wochen erreicht. Doch selbst das entspricht nur einem einem Lichtschutzfaktor von 10 bis 12. Ein großer Fehler ist es auch, sich bei Benutzung einer wasserfesten Sonnencreme auf der sicheren Seite zu wähnen. Denn wirklich wasserfest ist kein Produkt. Die Hersteller dürfen ihre Cremes als wasserfest bezeichnen, wenn sie nach einer bestimmten Zeit im Wasser noch zumindest teilweise schützen. Daher gilt auch hier: Sofort frisch eincremen, wenn man aus dem Wasser kommt.
06.08.2013, 13:44 Uhr | ag
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