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Legionellen: So schützen Sie sich vor Keimen

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Gefährliche Bakterien

Legionellen verbreiten sich auch durch die Klimaanlage

21.08.2013, 15:11 Uhr | akh/hut, dpa

Legionellen: Legionellen-Bakterien können sich auch durch die Klimaanlage verbreiten.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Legionellen-Bakterien können sich auch durch die Klimaanlage verbreiten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Innerhalb weniger Wochen wurden verschiedene Fälle von hohen Legionellen-Belastungen gemeldet. Die gefährlichen Bakterien haben vermutlich auch eine Erkrankungswelle in Warstein (Nordrhein-Westfalen) ausgelöst, wodurch mehr als 60 Patienten mit einer Art Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Die Bakterien lauern in Rohren und Duschköpfen, aber offensichtlich auch in Klimaanlagen. Wir erklären, wie Legionellen entstehen und wie Sie Keimen vorbeugen können.

Bakterien können Lungenentzündung auslösen

Die gefährlichen Legionellen-Bakterien können die Legionärskrankheit, eine Art Lungenentzündung, auslösen. Zwei Männer sind bereits an einer Lungenentzündung gestorben. Die Kreisverwaltung in Soest geht derzeit davon aus, dass es sich um eine Infektion mit Legionellen handelt. Am Montagabend habe es vier positive Legionellen-Befunde gegeben, sagte ein Sprecher am Dienstag.

Klimaanlage als Verursacher vermutet

Das Trinkwasser der Stadt mit rund 27.000 Einwohnern kommt als Ursache nicht infrage, sagte der Kreissprecher. Die Wasserleitungen seien zu kalt für die Bakterien. Man geht derzeit davon aus, dass die nach außen gerichtete Abluft einer Klimaanlage die Erreger in Kondenswasser-Tröpfchen verteilt haben könnte. Die Patienten sollen nun noch einmal alle gezielt vor diesem Hintergrund befragt werden. 

Inkubationszeit beträgt zehn bis 14 Tage

Es besteht die Hoffnung, dass die Erkrankungswelle zurückgeht. Seit Sonntagabend hatten sich nur noch drei neue Patienten im Krankenhaus gemeldet. Dies würde ebenfalls zu einer Klimaanlage als möglicher Ursache passen. Die Inkubationszeit beträgt zehn bis 14 Tage. "Und da war es ja sehr heiß und die Klimaanlagen liefen überall auf Hochtouren", sagte der Kreissprecher. 

Bakterien bei Routinekontrollen entdeckt

Vor wenigen Wochen wurden auch in Mainz bei routinemäßigen Trinkwasserkontrollen Legionellen nachgewiesen. Besonders bitter für die Bewohner: Sie durften über eine Woche lang das Leitungswasser weder trinken noch damit duschen. Dies ist der zweite Fund der gefährlichen Bakterien in Mainz. Bereits im Juli war ein Mietshaus in einem anderen Stadtteil betroffen.

Warmwasserleitungen sind perfekte Brutstätten

Am häufigsten entwickeln sich Legionellen bei Wassertemperaturen von 20 bis 40 Grad Celsius. Deshalb besiedeln sie gerne künstliche Wassersysteme, die nicht regelmäßig gewartet werden. Dort ernähren sie sich von Kalk, Sediment und Biofilmen. Die Ablagerungen entstehen häufig in Rohren, Dichtungen und Duschköpfen. Werden die Dusche oder der Wasserhahn in Betrieb genommen, werden die Bakterien von den Ablagerungen ausgeschwemmt und gelangen so ins Wasser.

Besonders gefährdet sind Leitungen, die längere Zeit nicht genutzt wurden. Denn steht Wasser in der Leitung, verdirbt es. Daher sollte man vor der Nutzung der Duschanlage das Wasser für ein paar Minuten laufen lassen. Achten Sie jedoch darauf, vorher das Fenster zu öffnen und den Raum während dem Spülgang zu schließen. Denn über die Wasserdämpfe gelangen die Legionellen in die Luft und können so vom menschlichen Organismus aufgenommen werden.

Wasserverbrauch verringert die Keimzahl

Außerdem ist es sinnvoll, im eigenen Haushalt den Warmwasserregler vor der Reinigung heiß zu stellen. Das widerspricht zwar vielen Empfehlungen zum Energiesparen, aber es ist hygienischer. Da Keime ab einer Temperatur von 55 Grad Celsius sterben, empfiehlt es sich, den Warmwasserboiler auf 60 Grad Celsius zu erhitzen. Auch durch das regelmäßige Warten von Duschköpfen lässt sich das Legionellen-Risiko verringern. Außerdem sollte man nicht benötigte Wasserspeicher und -leitungen stilllegen, damit das Wasser nicht in den Rohren steht.

Legionärskrankheit kann tödlich enden

Legionellen sind bakterielle Erreger, die im schlimmsten Fall zur Legionärskrankheit, einer Art Lungenentzündung, führen können. Diese verläuft ähnlich wie eine Grippe mit Kopf- und Muskelschmerzen, trockenem Husten und Fieber. Auch wenn die Erkrankung vergleichsweise selten auftritt, verläuft sie gerade bei Älteren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem in 15 bis 20 Prozent der Fälle tödlich. Die Bakterien kommen in der Natur in Seen, Flüssen und anderen Wasserreservoirs vor.

21.08.2013, 15:11 Uhr | akh/hut, dpa

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