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Schulterschmerzen durch iPad-Schulter

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Technikkrankheiten  

Mit der iPad-Schulter ist nicht zu spaßen

28.08.2013, 09:25 Uhr | ag

Schulterschmerzen durch iPad-Schulter. Eine verkrampfte Körperhaltung am Tablet-PC kann Beschwerden im Schulterbereich hervorrufen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine verkrampfte Körperhaltung am Tablet-PC kann Beschwerden im Schulterbereich hervorrufen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Immer mehr Menschen klagen über chronische Schmerzen im Schulterbereich. Als typische Ursache hierfür sehen Mediziner die tägliche Arbeit am Computer. Eine aktuelle Studie an der Harvard School of Public Health spricht sogar von der "iPad-Schulter", da die ungünstige Körperhaltung an Tablet-PCs zu Beschwerden führe. Doch es gibt noch mehr "Technikkrankheiten". Lesen sie hier, welche Beschwerden Handy, PC und Co. hervorrufen und wie Sie vorbeugen können.

Gelenkkapsel kann schrumpfen

Die Harvard-Studie zeigt, dass Nacken und Schultern bei der Nutzung von Tablets ganz anders belastet werden als eben am konventionellen Computer. Die Muskeln werden verkürzt und genau diejenigen geschwächt, die den Abstand zum Schulterdach halten. "Durch schmerzbedingte Bewegungseinschränkungen besteht jedoch die Gefahr, dass die Gelenkkapsel schrumpft und die Schulter steif wird“, warnt Ute Repschläger, Vorsitzende des Bundesverbands selbstständiger Physiotherapeuten. Die Beweglichkeit der Gelenke kann jedoch im Rahmen einer Physiotherapie wiedererlangt werden. Dabei werden die verkürzten Muskeln gezielt gedehnt und gestärkt. Damit es jedoch gar nicht erst soweit kommt, empfehlen die Experten, dass Tablet-Nutzer beim Surfen alle 15 Minuten eine Pause einlegen und zwischendurch immer wieder mal die Schultern kreisen lassen sollten.

Handy-Nacken verursacht Beschwerden

Einen weiteren Grund für die Zunahme von Nackenschmerzen sieht Dr. Wolfgang Panter, Präsident des Verbandes deutscher Betriebs- und Werksärzte, in der häufigen Nutzung von Mobilfunkgeräten. Besonders beim Lesen von E-Mails würden Nutzer verstärkt eine gesundheitsschädliche Kopfhaltung einnehmen. Die Folge sei der "Handy-Nacken". "Durch den deutlich nach unten geneigten Blickwinkel wird die Muskulatur im Nackenbereich verstärkt belastet“, so Panter. Typische Symptome des "Handy-Nackens" seien Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich sowie Kopfschmerzen. Um den Beschwerden vorzubeugen sollten Handy-Nutzer bewusst darauf achten, beim Tippen und Lesen von Texten nicht immer die selbe verkrampfte Haltung einzunehmen. Auch leichtes Kopfkreisen und Lockerungsübungen der Schultern zwischendurch können den Schmerzen entgegenwirken.

Vieltippern droht der "SMS-Daumen"

Doch nicht nur der Nacken gehört zum körperlichen Krisengebiet der modernen Technik. Wissenschaftler der Warwick University in Coventry warnen Handy-Nutzer vor dem "SMS-Daumen". Für ihre Studie hatten sie Großstadtbewohner unter 25 Jahren beobachtet. Dabei stellten Sie fest: Wird der Daumen bei häufigem SMS- und E-Mails-Schreiben zu stark beansprucht, können sich die Sehnen im Daumengelenk verspannen und entzünden. Hierbei gilt: Wenn es anfängt zu schmerzen, aufhören und warten, bis die Entzündung abgeheilt ist. Auch wer regelmäßige Pausen macht, entspannt die Muskulatur und löst Fehlhaltungen.

Millionen leiden unter dem "Maus-Arm"

Es gibt noch eine weitere Technik-Krankheit, von der Millionen von Menschen betroffen sind, die viel am Computer tätig sind und immer wieder die gleichen Bewegungen ausführen. Sie leiden unter dem "Maus-Arm". Was zunächst als leichtes Ziehen oder Kribbeln im Daumen beginnt, kann schließlich zu schmerzhaften Entzündungen, Bewegungseinschränkungen und sogar zu Lähmungen im Arm führen. Diese Arten von Störungen werden von Wissenschaftlern als "Repetitive Strain Injuries" (Verletzungen durch wiederholte Belastung) bezeichnet.

Beschwerden lassen sich gut behandeln

Das Fatale: Am Anfang spürt man die Schmerzen kaum. Zudem wissen viele Betroffene nicht, dass es sich bei den Symptomen um einen Mausarm handelt. Deshalb gehen die meisten erst spät zum Arzt. Die gute Nachricht ist, dass die Beschwerden in der Regel erfolgreich behandelt werden können. Je nach Schwere der Erkrankung eignen sich dafür verschiedenen Therapien, unter anderem eine Physiotherapie, eine medikamentöse Behandlung oder eine Ultraschalltherapie.

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