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Prostatakrebs: Das sollten Männer wissen

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Prostatakrebs  

Was jeder Mann über Prostatakrebs wissen sollte

30.12.2014, 15:52 Uhr | akl

Prostatakrebs: Das sollten Männer wissen. Die Prostata umfasst die Harnröhre und hat normalerweise die Größe einer Kastanie. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Prostata umfasst die Harnröhre und hat normalerweise die Größe einer Kastanie. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Prostatakrebs ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) der häufigste Krebs bei Männern in Deutschland. Vor allem Ältere sind davon betroffen. In Deutschland erkranken jährlich rund 67.000 Menschen daran, 13.000 sterben. Lesen Sie hier, welche Fakten Sie zu Prostatakrebs kennen sollten.

Der häufigste Tumor bei Männern 

Prostatakrebs trifft meist ältere Männer, doch bei zwei Prozent aller Fälle tritt der Tumor vor dem 50. Lebensjahr auf. Experten berichten, dass gerade bei jüngeren Patienten ab dem 40. Lebensjahr vergleichsweise häufiger aggressive Tumoren mit einer schlechteren Prognose diagnostiziert werden. Männliche Hormone spielen bei der Entstehung des Krebses eine wichtige Rolle. Für den Nachweis des Tumors ist eine Gewebeprobe des Organs (Biopsie) notwendig.

Früherkennung und Vorsorge sind wichtig

Im Frühstadium haben Patienten keine Beschwerden. Daher ist es wichtig, regelmäßig zur Vorsorge zu gehen. Die Kosten der Untersuchung wird ab dem 45. Lebensjahr von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Dazu gehört unter anderem das Abtasten der Prostata durch den Enddarm. Außerdem kann der Arzt des PSA-Wert ermitteln. Das prostataspezifische Antigen (PSA) ist ein Eiweiß, das von der Prostata gebildet wird. Ist der PSA-Wert im Blut eines Mannes erhöht, kann das ein Hinweis auf eine gut- oder bösartige Veränderung der Vorsteherdrüse oder auf eine Entzündung des Organs sein. Im Bedarfsfall werden dann weitere Untersuchungen in die Wege geleitet. Allerdings muss der PSA-Test zur Vorsorge aus eigener Tasche bezahlt werden. Die Kosten liegen derzeit bei circa 20 Euro.

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Achtung bei vergrößerter Prostata

Die Prostata umgibt die Harnröhre. Vergrößert sich das Organ, drückt es auf die Harnröhre und der Mann bekommt Probleme beim Wasserlassen. Das betrifft fast jeden zweiten Mann über 50. Häufiger Harndrang und das sogenannte "Nachtröpfeln" sind typische Begleiterscheinungen. Auch ein weniger kräftiger Harnstrahl sowie nächtlicher Harndrang sind Hinweise für eine vergrößerte Prostata. Diese ist an sich harmlos und weist nicht zwangsläufig auf Prostatakrebs hin. Dennoch können auch in einer gutartig vergrößerten Prostata Krebszellen wachsen. Daher sollten Männer mit starkem Harndrang unbedingt einen Urologen aufsuchen, um die Ursachen ihrer Beschwerden abklären zu lassen.

Warnzeichen: Blut im Urin oder im Sperma

Weitere Warnzeichen und Hinweise, dass möglicherweise ein Tumor vorliegt, sind Blut im Urin oder Blut im Sperma. Auch dann sollte auf jeden Fall ein Urologe aufgesucht werden. Es kann eine harmlose Ursache dahinterstecken, aber eben auch ein Hinweis auf eine bösartige Erkrankung der Prostata sein. Im Anfangsstadium bemerken die Betroffenen nichts. Beschwerden treten erst dann auf, wenn der Tumor so groß geworden ist, dass er auf die Harnröhre übergreift oder wenn sich Tochtergeschwülste außerhalb der Prostata gebildet haben. Symptome sind neben Urin in Blut und Sperma auch Schmerzen bei der Ejakulation sowie Schmerzen in der Prostata. Betroffene berichten zudem häufig über Schmerzen im unteren Rückenbereich, in der Hüfte und im Becken.

Inkontinenz nur selten Begleiterscheinung

Der unfreiwillige Urinverlust kann verschiedene Ursachen haben. Er kann als eigenständige Erkrankung auftreten, aber auch ein Symptom einer anderen Erkrankung sein. So kann eine vergrößerte Prostata ebenso zu Inkontinenz führen wie Prostatakrebs. Eine Inkontinenz ist aber eher in seltenen Fällen ein Anzeichen für einen Tumor. Viel häufiger ist sie eine Begleiterscheinung der Krebsbehandlung. Kommt es zu Impotenz oder ist die Erektion weniger stark ausgeprägt, kann ebenfalls die Prostata dahinterstecken. Häufig ist auch der Samenerguss vermindert. In den meisten Fällen liegt die Ursache in der Vergrößerung der Prostata, aber in einigen Fällen ist auch Prostatakrebs der Auslöser.

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