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Gürtelrose steigert Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt

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Herpes-Viren  

Gürtelrose steigert das Infarkt-Risiko

15.01.2014, 10:53 Uhr | fsy, t-online.de

Gürtelrose steigert Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt. Gürtelrose: Der rötliche Ausschlag belastet nicht nur die Haut, sondern auch die Gefäße. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der rötliche Ausschlag belastet nicht nur die Haut, sondern auch die Gefäße. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine Infektion mit Herpes Zoster, im Volksmund auch Gürtelrose genannt, belastet nicht nur Haut und Nerven. Einer aktuellen Studie zufolge erhöht das Virus auch das Risiko, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden. Vor allem junge Patienten sind gefährdet.

Risiko bei Patienten unter 40 besonders hoch

Ärzte des University College of London stellten durch eine Auswertung von Patientendaten fest, dass Herpes Zoster einen Risikofaktor für die Gefäßerkrankungen Schlaganfall und Herzinfarkt darstellen kann. Im Zuge der Studie wurden 106.601 Patienten britischer Hausärzte mit doppelt so vielen Kontrollpatienten verglichen. Im Durchschnitt waren die Männer und Frauen bei Ausbruch der Gürtelrose 59 Jahre alt und wurden sechs bis 24 Jahre nachbeobachtet.

Bei Patienten, deren Infektion im Alter zwischen 18 und 40 Jahren ausgebrochen war, stellten die Ärzte ein um 74 Prozent erhöhtes Risiko fest, an einem Schlaganfall zu erkranken. Die Wahrscheinlichkeit, einen Herzinfarkt zu erleiden, stieg bei allen Patienten um zehn Prozent. Doch auch hier lag das Risiko für die unter 40-Jährigen noch höher.

Ursachen noch nicht erforscht

Noch ist unklar, warum Herpes Zoster das Risiko erhöht. Bei einem Schlaganfall oder Herzinfarkt, der kurz nach dem Ausbrechen der Gürtelrose eintritt, vermuten die Ärzte, dass Entzündungen der Auslöser sein könnten. Doch auch Monate nach dem Ausbruch war das Gefäßrisiko in der Studie noch weitgehend erhöht. Die Ursachen dafür sind noch nicht erforscht. Erwachsenen mit Blutgefäßproblemen empfehlen die Studienautoren, sich gegen Herpes Zoster impfen zu lassen. Vor allem jüngere Patienten mit Gürtelrose sollten regelmäßig auf Gefäßerkrankungen untersucht werden, so die Londoner Ärzte.

Erste Anzeichen einer Gürtelrose

Da der rötliche Ausschlag typischerweise an Bauch oder Rücken beginnt und sich wie ein Gürtel um den Rumpf ausbreitet, wird er im Volksmund als Gürtelrose bezeichnet. Aber auch Oberarme, Beine, Hals und das Gesicht können befallen sein. Die Vorboten sind unspezifisch: Man fühlt sich schlapp, bekommt leichtes Fieber und verspürt Schmerzreize im Gesicht oder am Rücken. Hautpartien brennen oder jucken und sind berührungsempfindlich. Dann zeigen sich dort rötliche Flecken, die anschwellen und sich innerhalb von etwa sieben Tagen zu flüssigkeitsgefüllten Bläschen entwickeln. Die Flecken und Bläschen breiten sich wie eine Kette über die Haut aus

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