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Stechmücken: Nach mildem Winter droht nun eine Mückenplage

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Exoten auf dem Vormarsch  

Mückenplage nach mildem Winter befürchtet

26.02.2014, 12:07 Uhr | dpa

Stechmücken: Nach mildem Winter droht nun eine Mückenplage . Mücken: Forscher befürchten ein Plage.  (Quelle: imago/ARCO IMAGES)

Nicht nur heimischen Plagegeistern halfen die hohen Temperaturen dieses Winters. Auch Exoten dringen immer weiter nach Norden vor. (Quelle: imago/ARCO IMAGES)

Dieser Winter war besonders warm, und das hat Folgen: Stechmücken könnten schon bald sehr lästig werden. Doch nicht nur die gemeine Hausmücke treibt ihr Unwesen. Auch immer mehr exotische Insekten sind in Deutschland auf dem Vormarsch. Als blinde Passagiere kommen sie mit Flugzeugen und Schiffen von Süden und Osten und breiten sich immer weiter aus.

Die Insekten profitierten vor allem von der Klimaänderung und den weniger ausgeprägten Jahreszeiten. "Ein milder Winter kommt ihnen sehr entgegen", sagt Prof. Sven Klimpel vom Forschungsinstitut Senckenberg in Frankfurt am Main. Bislang seien zwar noch keine Larven gefunden worden. Aber sobald es einige Tage richtig warm werde, beginne die Entwicklung der überwinterten Eier.

Ideale Bedingungen dafür wären Temperaturen von deutlich mehr als zehn Grad über einige Tage. "Dann könnte es auch schnell zu einem lokalen, verstärkten Auftreten von Mücken kommen", sagt Klimpel.

Ideale Bedingungen für Stechmücken

Anders als bei anderen Insekten überwintern bei Stechmücken insbesondere die Eier. Ihnen machen Parasiten oder Pilze, die anderen Entwicklungsstadien wie Larven oder Engerlingen bei ungünstigem Winterwetter gefährlich werden können, nichts aus.

Nicht nur heimischen Plagegeistern helfen die hohen Temperaturen dieses Winters. Auch Exoten dringen immer weiter nach Norden vor. Die Asiatische Buschmücke hat sich nach den Beobachtungen der Forscher inzwischen in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen etabliert und überwintert dort auch. 

Asiatische Tigermücke breitet sich in Deutschland aus

Bei der Asiatischen Tigermücke, die immer wieder in Süddeutschland gefunden wird, sind eigene Populationen noch nicht nachgewiesen. Forscher Klimpel ist sicher: "Beide werden sich in Europa ausbreiten und immer weiter nach Norden wandern."

Die exotischen Einwanderer, die mit Flugzeugen, Lastwagen oder auf Schiffen als blinde Passagiere nach Deutschland kommen, bringen neue Gefahren mit. Sie seien ideale Träger von Viren, die etwa das West-Nil-Fieber oder das Dengue-Fieber verursachen. Die Mücken selbst werden nicht krank, sondern sind sogenannte Vektoren. Sie befördern die Viren nur. Für eine Übertragung müssen die Insekten bei einem Infizierten Blut saugen und dann ihren Speichel mit den Erregern einem Gesunden bei der nächsten Mahlzeit ins Blut übertragen. 

Mücken-Monitoring soll Ausbreitung kontrollieren

Mit einem bundesweiten Stechmücken-Monitoring untersuchen Wissenschaftler die Ausbreitung fremder Mückenarten in Deutschland. Dazu werden an verschiedenen Stellen Mücken in Fallen gefangen, um sie zu bestimmen und auf Erreger zu untersuchen. Dabei arbeiten Forscher mehrerer Institute zusammen. 

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