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Weltnierentag: Was wirklich an die Nieren geht

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Klärwerk des Körpers  

Was wirklich an die Nieren geht

11.03.2014, 17:38 Uhr | dpa-tmn/ akl

Weltnierentag: Was wirklich an die Nieren geht. Das Tückische ist, dass die Niere ohne Symptome erkrankt.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Tückische ist, dass die Niere ohne Symptome erkrankt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Nieren sind ein lebenswichtiges Klärwerk unseres Körpers. Ist ihre Funktion gestört, kann das tödlich sein. Der Weltnierentag am 13. März rückt besonders die Prävention in den Fokus. Denn rechtzeitig erkannt, können frühe Nierenschäden wieder geheilt werden. Allerdings merken die Betroffenen zu Beginn meist nichts von der Erkrankung. Wer typische Nierenkiller meidet, reduziert sein Risiko für eine Erkrankung deutlich.

Wenn die Nieren Schaden genommen haben, spüren Patienten das erst dann, wenn es zu spät ist, das Organ zu heilen. Umso wichtiger ist es daher für chronisch Kranke etwa mit Diabetes, ihre Nierenfunktion überwachen zu lassen. "Der Anfang eines Nierenschadens lässt sich rückgängig machen", sagt der Endokrinologe und Diabetologe Professor Thomas Haak. Wichtig sei, Problemen ganz früh auf die Spur zu kommen. Regelmäßige Blutdruckmessungen tragen ebenso dazu bei wie Blut- und Urintests im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen.

Bluttest erkennt Nierenerkrankung

Die Nieren filtern durch feinste Verästelungen in ihrem Gewebe das Blut und sind unter anderem für die Ausscheidung von wasserlöslichen Stoffen zuständig, die im menschlichen Stoffwechsel anfallen. "Das ist zum Beispiel das Kreatinin, ein Abbauprodukt aus dem Muskelstoffwechsel", erklärt Haak. Ist die Nierenfunktion gestört, lässt sich das daher auch anhand des Kreatininwerts im Blut ermitteln: Denn dann steigt dort die Kreatininkonzentration an.

Nierenkiller vermeiden

Damit die Nieren gesund bleiben, gilt es, auf eine ausgewogene Lebensweise zu achten. So sollte man Übergewicht vermeiden, da durch die überflüssigen Kilos der Blutfluss der Nieren verringert wird und dadurch der Blutdruck in den Nieren steigt. Auch Rauchen schadet, da es die Arterienverkalkung fördert. Langfristiger Bluthochdruck ist ebenfalls ein Nierenkiller, da er die Blutgefäße verändert und die Filterfunktion des Organs beeinträchtigt. Auch viele Medikamente, wie beispielsweise Antibiotika, wirken auf die Nieren ein. Wer regelmäßig Präparate einnehmen muss, sollte bei seinem Arzt mögliche Wechselwirkungen besprechen. Regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme von zwei Litern am Tag unterstützen die Nieren bei ihrer Arbeit.

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Diabetiker leiden oft unter Nierenveränderungen

Nierenveränderungen sind Haak zufolge auch bei Diabetes sehr häufig - etwa wenn die Blutzuckerwerte beim Patienten nicht gut eingestellt sind. Das kann zur sogenannten Glomerulosklerose führen. Dabei "verkalken" die kleinen Filtereinheiten im Organ. "Die Filterfunktion wird unpräzise", erläutert Haak. "Die Niere lässt dann Stoffe durch, die der Körper behalten sollte." Ein Beispiel ist dafür der Eiweißbaustein Albumin. "Wenn man im Urin erhöhte Albumin-Werte feststellt, hat die Niere den ersten Knacks."

In vielen Fällen hilft nur noch eine Blutwäsche

Je mehr Schaden das Organ nimmt, desto schlechter arbeitet es und kann den Körper nicht mehr entgiften. Ist die Niere chronisch geschwächt, hilft dem Betroffenen auf Dauer nur noch eine regelmäßige Blutwäsche (Dialyse) oder eine Nierentransplantation. "Unter den Dialysepatienten sind die Diabetiker die größte Gruppe", sagt Haak.

Doch so weit muss es nicht kommen. "Wenn der Blutzucker gut eingestellt ist, können bei Diabetikern die Nieren gesund bleiben", betont der Experte. Es müsse aber auch der Blutdruck gut eingestellt sein: Er sollte unter 140/90 Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) liegen. Das stoppe die Verkalkung, die eine Reaktion auf den hohen Blutdruck sei.

So beugen Sie Nierenschäden vor

Haak rät seinen Diabetes-Patienten, auf ein normales Gewicht zu achten und sich regelmäßig zu bewegen, um Nierenschäden vorzubeugen. Sie sollten das Eiweiß in der Ernährung zwar nicht reduzieren, aber auch nicht in übergroßen Mengen sich zu nehmen. Wichtig auch: der Verzicht aufs Rauchen. Denn Nikotinkonsum führt dazu, dass sich die feinen Blutgefäße auch in der Niere verengen und der Druck auf die Gefäße steigt. Wer als Diabetiker raucht, müsse im Schnitt drei Jahre früher zur Dialyse als ein Nichtraucher, warnt Haak.  

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