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Herpes: Ekel kann Lippenbläschen hervorrufen

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Immunreaktion  

Ekel kann Herpes auslösen

05.06.2014, 10:31 Uhr | ag

Herpes: Ekel kann Lippenbläschen hervorrufen. Emotionaler Stress kann Herpesviren aktivieren. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Emotionaler Stress kann Herpesviren aktivieren. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In Deutschland tragen neun von zehn Deutschen Herpes-Erregern sich. Sobald es stressig ist oder sich eine Erkältung ankündigt, bricht das Virus bei vielen aus. Fast die Hälfte der Er

wachsenen leidet mindestens einmal im Leben unter den schmerzhaften Lippenbläschen. Was viele nicht wissen: Auch Ekel kann Herpes auslösen.

Bei Lippenherpes handelt es sich um eine Infektionen mit Herpes-Simplex-Viren. Experten gehen davon aus, dass über 85 Prozent der Weltbevölkerung infiziert sind. Oft bricht die Krankheit jedoch nicht sofort aus. Erst durch zusätzliche Reize passiert es, dass die Viren aus ihrem Schlummerzustand erwachen und in Form kleiner Bläschen auftreten.

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Auslöser Nummer eins: Schwaches Immunsystem

Der häufigste Auslöser für Herpes ist ein geschwächtes Immunsystem. Ist es angegriffen, reicht oft schon eine harmlose Erkältung und der Virus wird aktiv. Doch auch Magen-Darm-Infekte, Allergien, Schlafmangel und Stress können die körpereigene Abwehr reduzieren, so dass die Viren ausbrechen und sich vermehren können.

Ekelgefühl kann Viren aktivieren

Wird das Immunsystem durch einen hohen Stresspegel geschwächt, haben die Viren freie Bahn. Persönlicher Kummer, ein hohes Arbeitspensum und Ärger im Job machen den Köper für Infektionen jeder Art angreifbar und erleichtern einen Herpesausbruch. Auch Trauer, intensiver Sport und hoher Alkoholkonsum können dies bewirken.

Negative Emotionen wie Ekel spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Das zeigt eine Studie der Universität Trier. Das Ergebnis: 40 Prozent von 91 Patienten, die das Virus in sich tragen, bekamen durch provozierten Ekel erneute Herpesbläschen. Den Probanden wurde schmutziges Geschirr gezeigt, das sie als ekelhaft empfanden.

Studienleiterin Dr. Angelika Buske-Kirschbaum äußert gegenüber der "Apotheken Umschau", dass möglicherweise durch das Ekelgefühl Stresshormone wie Kortisol, Adrenalin und Noradrenalin verstärkt ausgeschüttet wurden. Dass Kortisol zu einer Schwächung der Immunabwehr führen kann, hatten Wissenschaftler bereits nachgewiesen.

UV-Strahlung begünstigt die Bläschenbildung

Auch Sonneneinstrahlung ist ein häufiger Auslöser für Herpes. Das hängt vor allem damit zusammen, dass bei einem Sonnenbad das Immunsystem zurückgefahren wird. Denn der Köper rechnet in dieser Phase nicht mit einem hohen Infektionsrisiko. Doch genau dann hat der Herpesvirus die Möglichkeit, sich auszubreiten. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist umso größer, je mehr weitere Faktoren wie Stress und trockene Lippen hinzukommen.

Hormonschwankungen sorgen für Herpes

Frauen können während ihrer Menstruation anfälliger für Herpes sein. Ärzte nennen diese Form des Lippenherpes "herpes menstrualis". Schuld daran sind Hormonschwankungen, die den Herpes begünstigen. In einigen Fällen kommt es auch ohne ersichtlichen Auslöser zu einem Ausbruch.

Verletzungen reaktivieren Viren

Manchmal können auch Verletzungen in der Nähe des Mundes Herpes auslösen. Betroffen sind häufig Männer: Zum Beispiel werden die Herpesviren beim Rasieren durch eine stumpfe Klinge oder zu hohen Druck wieder aktiv. Ebenso können Zahnbehandlungen und mechanische Reize laut Informationen des RKI einen Herpesausbruch begünstigen.

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