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Malaria-Impfung bald möglich: Erster Impfstoff wartet auf Zulassung

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Tropenkrankheit  

Erster Malaria-Impfstoff ist fertig

30.07.2014, 14:38 Uhr | vdb

Malaria-Impfung bald möglich: Erster Impfstoff wartet auf Zulassung. Malaria tötet jährlich 800.000 Menschen. Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline hat die Zulassung für den weltweit ersten Impfstoff beantragt.  (Quelle: dpa)

Malaria tötet jährlich 800.000 Menschen. Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline hat die Zulassung für den weltweit ersten Impfstoff beantragt. (Quelle: dpa)

Hoffnung im Kampf gegen Malaria: Der weltweit erste Impfstoff, Mosquirix (RTS,S), könnte im Jahr 2015 zugelassen werden. Laut einer im Fachmagazin "PLOS Medicine" veröffentlichten Studie konnten mit ihm die Malaria-Erkrankung bei 800 von 1000 Kindern verhindert werden. Durchgeführt hatten die Tests Experten von der St. George's University of London.

Bei andauernden Tests hielt der Schutz gegen Malaria bis zu 18 Monate nach der Impfung vor. Der Pharmariese GlaxoSmithKline (GSK) hat nun bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur die weltweite Zulassung des Impfstoffes beantragt. RTS,S ist bislang der erste Impfstoff gegen Malaria, der es bis zu dieser Phase geschafft hat. RTS,S wurde von von GSK gemeinsam mit der gemeinnützigen PATH Malaria Vaccine Initiative (deutsch: Malaria-Impfstoff-Initiative) entwickelt. Sie wird von der Bill-and-Melinda-Gates-Stiftung finanziert.

Malaria-Fälle bei Kindern um die Hälfte verringert

Weltweit sind Millionen Menschen von Malaria betroffen. Rund 800.000 Menschen sterben jährlich an der von Mücken übertragenen Krankheit. Am häufigsten betroffen sind Kinder unter fünf Jahren aus Regionen südlich der Sahara.

Für die Studie wurden 1500 Babys und Kinder mit RTS,S geimpft. 18 Monate nach der letzten Injektion hatte sich die Zahl der Malaria-Fälle bei kleinen Kindern fast um die Hälfte verringert. Bei Babys, die im Alter von sechs bis zwölf Wochen geimpft wurden, traten ein Viertel weniger Malaria-Erkrankungen auf.

Impfung bietet keinen hundertprozentigen Schutz

Die Wirkung des Impfstoffes scheint mit der Zeit nachzulassen. Dennoch geht die Studie davon aus, dass er in Regionen mit verbreiteter Malaria die größte Auswirkung haben dürfte. Besonders in einigen kenianischen Städten zeigte die Studie hierfür gute Ergebnisse. Besonders in Kombination mit anderen Maßnahmen wie Moskitonetzen und Insektensprays könnte der Impfstoff zu einem großen Fortschritt im Kampf gegen Malaria führen. "Obwohl der Impfstoff keinen hundertprozentigen Schutz, bietet, könnte er in sehr stark betroffenen Regionen große Auswirkungen haben", sagt Brian Greenwood von der London School of Hygiene and Tropical Medicine.

Bei einer Infektion mit Malaria kommt es meist zu einem drei Tage andauernden Fieber. Währenddessen leiden die Patienten unter Schüttelfrost, dem Gefühl quälender Hitze, Übelkeit und Erbrechen. Komplikationen treten besonders häufig bei Kindern auf. Zu ihnen zählt besonders eine Beeinträchtigung der Nieren. Komplikationen können aber auch in Form von Funktionsstörungen anderer Organe wie Lunge oder Gehirn auftreten und tödlich enden. Die Inkubationszeit von Malaria beträgt zwischen 16 und 50 Tagen. Somit ist sie im Vergleich zu anderen Tropenkrankheiten recht lang.

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