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Bier-Mythen: Männerbusen und dicker Bauch durch Gerstensaft?

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Mythen rund um den Gerstensaft  

Macht Bier einen Männerbusen?

23.09.2014, 11:57 Uhr | ag

Bier-Mythen: Männerbusen und dicker Bauch durch Gerstensaft?. Beim Männerbusen handelt es sich oft um Fetteinlagerungen - aber auch die Hormone können schuld sein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Beim Männerbusen handelt es sich oft um Fetteinlagerungen - aber auch die Hormone können schuld sein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

O' zapft is. Das Oktoberfest ist in vollem Gange und im Zentrum des Feierns steht vor allem eines: das Bier. Rund 6.600.000 Liter Bier werden dort jedes Jahr getrunken. Um das goldgelbe Hopfengetränk ranken zahlreiche Mythen: Eignet sich der Gerstensaft als Schlummertrunk? Bekommen Biertrinker leichter einen dicken Bauch? Oder begünstigt Bier sogar das Wachstum eines Männerbusens? Wir klären auf, welche Behauptungen richtig sind und welche ins Reich der Fantasie gehören.

Männer mögen wohl geformte Brüste - aber nicht an sich selbst. Wenn die männliche Brust weibliche Formen annimmt, sprechen Mediziner von Gynäkomastie. Zugrunde liegen häufig hormonelle Störungen oder falsche Essgewohnheiten. Auch Bier wird für die Entstehung von Männerbusen verantwortlich gemacht. Schließlich enthält Hopfen pflanzliche Hormone.

Fettablagerungen im Brustbereich

Die These vom "Bierbusen" stützt sich auf zwei Fakten: Zum einen lässt der Alkohol- und Kaloriengehalt des Gerstensafts das Körperfett wachsen. Ab einem gewissen Alter schlägt sich das bei Männern oft im Brustbereich nieder. Zum anderen enthält Hopfen viele sogenannte Phyto-Östrogene. Das sind pflanzliche Stoffe, die weiblichen Geschlechtshormonen ähneln. Hinzu kommt, dass Hopfen und Alkohol die Esslust steigern. Ab welcher Trinkmenge die Hormone im Bier die Brust wachsen lassen, ist wissenschaftlich nicht belegt. In jedem Fall jedoch tragen die Kalorien und die appetitanregende Wirkung des Bieres dazu bei, dass sich bei regelmäßigem Konsum Fett im Brustbereich ablagert. Besonders in Kombination mit Übergewicht bildet sich auf diese Weise schnell ein Männerbusen.

UMFRAGE
Wie oft trinken Sie Alkohol?

Bier macht Bauch - stimmt das?

Ein Liter Pils enthält etwas weniger Kalorien als die gleiche Menge Apfelsaft und wesentlich weniger Energie als die gleiche Menge Wein. Trotzdem sollte die appetitanregende Wirkung des Alkohols nicht außer Acht gelassen werden. Denn Hopfen, Malz und Alkohol im Bier machen hungrig auf deftige Gerichte. Wer Bier trinkt, isst deshalb häufig auch mehr und bekommt leichter einen Bierbauch - besonders dann, wenn Bewegungsmangel hinzukommt.

Starke Knochen durch Gerstensaft

Allerdings hat Bier auch ein gesundheitsfördernde Wirkung - das ist sogar wissenschaftlich belegt. So haben Forscher von der University of California herausgefunden, dass Gerstensaft mit einem hohen Hopfenanteil sehr viel Silizium enthält und damit einen guten Knochenschutz bietet. Das Mineral ist ein für den menschlichen Knochenaufbau wichtiges Element, das in flüssiger Form durch die Kieselsäure aufgenommen wird. "Obwohl das meiste Silizium in der Schale des Gerstenkorns bleibt, werden bedeutende Anteile beim Mälzen als Würze extrahiert und verbleiben damit im Bier", erklärt Studienleiter Charles Bamforth im "Journal of the Scienceof Food and Agriculture". Je weniger Hitze bei diesem Vorgang im Spiel sei, desto höher sei der Siliziumanteil.

Hefe-Weizen ist besonders gesund

Silizium ist übrigens nicht der einzige gesunde Bestandteil im Bier. So enthält Hefe-Weizenbier besonders viel von einer speziellen Hopfensubstanz namens Xanthohumol. Diese Substanz kommt auch in normalem Pils oder Weißbier vor, allerdings nur in winzigen Mengen. Pures Xanthohumol bremst EntzündungenRheuma, Arthritis und vielleicht sogar die Entstehung einiger Tumorarten. Das ist jedoch nur die Vermutung einiger Wissenschaftler. Studien hierzu wurden bisher noch keine durchgeführt.

Bier für schöne Haut und schönes Haar

Auch im Beauty-Bereich wird Bier eine positive Wirkung zugesprochen. Vor allem die B-Vitamine des Gerstensafts sollen die Haut von innen verschönern, die Poren verfeinern, das Bindegewebe stärken und damit die Faltenbildung bremsen. Auch für diesen Mythos gilt: Zwar enthält Bier die für schöne Haut und Haare wichtigen Substanzen Vitamin B2 und Pantothensäure – doch in so geringer Menge, dass ihre Wirkung kaum zum Tragen kommen könnte. Weitaus effektivere Lieferanten dieser Schönheitsvitamine sind Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Milch.

Taugt Bier als Schlummertrunk?

Dass Hopfen eine Heilpflanze ist, die beruhigend und entspannend wirkt, ist bekannt. Daher schwören viele darauf, vor dem Einschlafen ein Glas Bier zu trinken. Allerdings kann diese Angewohnheit fatale Folgen haben. Auch wenn Alkohol zunächst das Einschlafen erleichtert, wird die Schlafqualität jedoch gemindert. Beschwipste Menschen schlafen grundsätzlich sehr viel unruhiger als nüchterne. Sobald die Wirkung des Alkohols nachlässt, ist die Wahrscheinlichkeit aufzuwachen hoch. Dann jedoch fällt es meist umso schwerer, wieder einzuschlafen.

In Maßen, nicht in Massen

Trotz aller positiven Wirkstoffe, die im Bier enthalten sind, darf man eines nicht vergessen: Normales Bier enthält Alkohol. Männer sollten nicht mehr als einen halben Liter, Frauen nicht mehr als 0,3 Liter pro Tag trinken. Zu viel Alkohol kann nämlich zu Leberschäden, Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Nur wenn Bier maßvoll konsumiert wird, ist es gesund. Eine Alternative für gesundheitsbewusste Freunde des Gerstensaftes bietet alkoholfreies Weißbier. In ihm sind alle "guten" Inhaltsstoffe des normalen Bieres enthalten.

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