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Vergesslichkeit ist nicht gleich Alzheimer  

Forscher geben Tipps für ein fittes Gehirn

16.04.2015, 17:01 Uhr | t-online.de, AP

Forscher geben Tipps gegen für ein fittes Gehirn. Das Gehirn baut unweigerlich im Alter ab.

Das Gehirn baut unweigerlich im Alter ab.

Das Gehirn altert - so wie der Rest des Körpers auch. Aber es gibt Methoden, sich auch im hohen Alter einen scharfen Verstand zu bewahren, wie aus einer Untersuchung amerikanischer Forscher hervorgeht. Das amerikanische Institute of Medicine (IOM) hat Studienergebnisse über den Abbau geistige Leistungsfähigkeit zusammengetragen. Und die Forscher geben auch Tipps, wie Menschen geistig fit bleiben können.

Es geht dabei nicht um Krankheiten wie Alzheimer, sondern um den natürlichen Abbau-Prozess, der keineswegs so schlecht sein muss. Weisheit kann vielmehr mit dem Alter wachsen und jahrelange Erfahrung ist oft unbezahlbar, wie Dan Blazer betont. Er ist IOM-Vorsitzender und emeritierter Professor für Psychiatrie. "Bei uns allen altert das Gehirn. Aber es gibt eine große Bandbreite, auf welche Art es das tut", sagt er.

Körperlich aktiv bleiben

Um lange geistig fit zu bleiben, ist laut IOM körperliche Aktivität das beste Mittel. Je eher man damit anfängt, umso besser. Aber es ist nie zu spät, wie Blazer sagt. 

Das IOM empfiehlt außerdem:

  • Den Blutdruck regelmäßig kontrollieren lassen und aufs Rauchen verzichten. Denn alles, was schlecht fürs Herz ist, schadet auch dem Gehirn.

  • Bei Medikamenten nach Nebenwirkungen fragen. Denn manche Mittel können das Gehirn vernebeln (Schlafmittel, Psychopharmaka)

  • unter Menschen sein und stets neue Dinge lernen

  • ausreichend Schlaf

  • Produkten misstrauen, die einer Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit versprechen. Es gibt keine Beweise, das Vitamine oder Nahrungsergänzungsmittel helfen.

Vergesslichkeit birgt Gefahren

Bei klarem Verstand zu bleiben, ist eines der größten Anliegen von Senioren - und das aus gutem Grund. Die IOM-Studie warnt, dass auch ein geringfügiges Nachlassen der mentalen Stärke schwere Folgen für den Alltag haben kann. So werden ältere Menschen häufiger Opfer von finanziellem Betrug, sie haben Probleme beim Autofahren und andere Schwierigkeiten in einer zunehmend technisierten Welt.

Gehirn arbeitet langsamer

Laut der Studie merken zwar viele Menschen nichts oder nur wenig von den kognitiven Veränderungen. Sicher ist dennoch, dass Menschen im Alter Informationen langsamer verarbeiten. Das Arbeitsgedächtnis, der Kurzzeitspeicher unseres Gehirns, lässt mit dem Alter oft nach. Aber das Langzeitgedächtnis bleibt intakt - auch wenn es zum Beispiel länger dauert, sich an den Namen eines Menschen zu erinnern.

Diese Veränderungen können so lange unbemerkt bleiben, bis jemand etwa mit einer komplexen finanziellen Entscheidung konfrontiert wird oder gezwungen ist, eine schnelle Transaktion zu erledigen, wie Blazer sagt.

Unterschied zwischen Altern und Alzheimer

Was ist nun genau der Unterschied zwischen normalem Altern und kognitivem Verfall? "Da gibt es keine klare Grenze", sagt Blazer. Jemand, der Gedächtnisprobleme feststellt, müsse von einem Arzt untersucht werden, sagt IOM-Forscher Jason Karlawish von der University of Pennsylvania. Bei Alzheimer sterben die Nervenzellen im Gehirn ab. Beim normalen kognitiven Altern sterben die Neuronen nicht, wie er klarstellt. Sie arbeiten nur nicht mehr so gut.

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