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GEK-Studie zu Adipositas: Ärzte unterschätzen Problem

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GEK-Studie  

Krankenkasse: Ärzte unterschätzen Problem der Fettleibigkeit

30.07.2015, 14:58 Uhr | dpa

GEK-Studie zu Adipositas: Ärzte unterschätzen Problem . Fettleibigkeit ist nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern steigert das Risiko, ernsthaft zu erkranken. (Quelle: dpa)

Fettleibigkeit ist nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern steigert das Risiko, ernsthaft zu erkranken. (Quelle: dpa)

In Deutschland leidet jeder Zweite an Übergewicht. Damit steigt auch das Risiko für Krankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Bluthochdruck. Doch die Gefahr ist vielen nicht bewusst. Denn Überwicht wird von deutschen Ärzten oft zu spät diagnostiziert. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung der Barmer GEK an ihren 3,5 Millionen Versicherten, berichtet das "Handesblatt".

Die Barmer habe herausgefunden, dass nur bei elf Prozent der Versicherten Übergewicht diagnostiziert wurde, schreibt die Zeitung. Die Folgen für Krankenkassen und Patienten seien gravierend.

Folgeerkrankungen kosten eine Menge Geld

Umso intensiver würden Folge- und Begleiterkrankungen wie Rücken- und Gelenkverschleiß, Bluthochdruck, Diabetes oder Herzkrankheiten therapiert, hieß es weiter. Das Geld, das die Krankenkassen bei der Therapie der Krankheitsursache Übergewicht sparen würden, legten sie doppelt und dreifach bei der Behandlung der meist chronisch verlaufenden Folgeerkrankungen drauf. Für die Pharmaindustrie seien die Medikamente gegen chronische Erkrankungen zugleich ein verlässlich wachsendes Geschäftsfeld.

Präventive Möglichkeit: Magenverkleinerung

Nach den Untersuchungen der Barmer gibt es dem Bericht zufolge auch Anhaltspunkte dafür, dass operative Eingriffe mit dem Ziel, den Magen zu verkleinern oder die Aufnahme eines Teils der aufgenommen Nahrung in den Körper zu verhindern, in Deutschland zu spät vorgenommen werden. Durch solche Operationen könnten auch Folgeerkrankungen wie Diabetes geheilt werden.

Vor einer Ausweitung der Operationen müsse allerdings geprüft werden, ob sich ähnliche Ergebnisse nicht auch durch eine konservative Therapie erzielen ließen, gab die Zeitung Ursula Marschall, die medizinische Leiterin der Barmer GEK, wieder.

BMI gibt Auskunft über Übergewichtigkeit

Als übergewichtig gilt ein Mensch, dessen Body-Mass-Index (BMI) - also das Verhältnis von Körpergröße zu Gewicht - den Wert von 25 übersteigt. Fettleibigkeit beginnt bei einem Wert von mehr als 30.

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