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DAK-Psychoreport: Mehr psychische, weniger körperliche Probleme

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DAK-Psychoreport  

Arbeitnehmer fehlen immer häufiger wegen Depressionen

28.10.2015, 08:00 Uhr | dpa

DAK-Psychoreport: Mehr psychische, weniger körperliche Probleme. Lang andauernde Niedergeschlagenheit ist ein Zeichen für Depressionen.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Lang andauernde Niedergeschlagenheit ist ein Zeichen für Depressionen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bedrückt, antriebslos und ständig müde: Depressionen und andere psychische Erkrankungen sind immer häufiger der Grund für Krankschreibungen. Das ist das Ergebnis des neuen DAK-Psychoreports.

Seit 1997 hat sich dem Report zufolge die Zahl der Fehltage wegen Seelenleiden verdreifacht. Rechnet man die Daten der Versicherung hoch, sind bundesweit 1,9 Millionen Menschen betroffen. Jeder 20. Arbeitnehmer war demnach im vergangenen Jahr wegen psychischer Probleme krankgeschrieben.

Mehr psychische, weniger körperliche Probleme

Häufiger werden die Erkrankungen nicht unbedingt: "Die auffällige Steigerung ist dadurch erklärbar, dass sowohl Ärzte als auch Patienten heute offener mit psychischen Problemen umgehen", sagte Hans-Peter Unger vom Zentrum für seelische Gesundheit der Asklepios Klinik Hamburg-Harburg. "Früher wurden eher körperliche Beschwerden diagnostiziert, in denen sich psychische Erkrankungen häufig manifestieren."

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Dem Report zufolge verursachten psychische Erkrankungen 2014 zwar deutlich mehr Ausfalltage als in den Vorjahren. Zugleich fehlten Arbeitnehmer aber seltener wegen körperlicher Leiden.

Starker Anstieg von Depressionen

Auffällig ist den Angaben zufolge aber der hohe Anteil von Depressionen. Fast jeder zweite Fehltag aus psychischen Gründen wird damit begründet. Während Depressionen im Jahr 2000 lediglich 37 Fehltage pro 100 Versicherte verursachten, waren es 2014 bereits 112.

Wie häufig Arbeitnehmer wegen eines Seelenleidens fehlen, hängt dem Report zufolge auch mit der Branche zusammen: Nirgendwo war die Zahl der dadurch begründeten Fehltage so hoch wie im Gesundheitswesen. Am seltensten fehlten Beschäftigte deswegen im Baugewerbe.

Höherer Stresspegel in Großstädten

Auch der Wohnort hat Einfluss: "Der Stresspegel ist in Großstädten höher", erklärte Psychotherapeut Unger. "Außerdem ist in der städtischen Community das Gesundheitsbewusstsein größer." Psychische Probleme würden entsprechend schneller erkannt.

Für den Report hat das Berliner IGES Institut die Daten zur Arbeitsunfähigkeit von rund 2,6 Millionen berufstätigen DAK-Versicherten analysiert.




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