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MRSA: Neun Frühchen in Wiesbaden sind befallen

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Hygiene mangelhaft  

MRSA befallen neun Frühchen in Wiesbaden

15.01.2016, 13:40 Uhr | t-online.de

MRSA: Neun Frühchen in Wiesbaden sind befallen. Gegen Antibiotika resistente Keime können bei Neugeborenen zu Lungenentzündung und Blutvergiftung führen.   (Quelle: imago/Symbolfoto/ITAR-TASS)

Gegen Antibiotika resistente Keime können bei Neugeborenen zu Lungenentzündung und Blutvergiftung führen. (Quelle: Symbolfoto/ITAR-TASS/imago)

Erst vor wenigen Tagen prangerte die RTL-Sendung "Team Wallraff" eklatante Hygiene-Mängel in den Wiesbadener Horst-Schmidt-Kliniken (HSK) an. Nun wurde ein MRSA-Keim bei neun Frühgeborene nachgewiesen. Das Gesundheitsamt ist "nicht überrascht".

MRSA steht für Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus. Dabei handelt es sich um einen Keim, der gegen zahlreiche Antibiotika immun ist. In Wiesbaden sei der Erreger bei einem vorsorglichen Screening entdeckt worden, erklärt die HSK in einer Pressemitteilung. Die Neugeborenen hätten keinerlei Symptome gezeigt. Eine Infektion und Erkrankung liege trotz der Keim-Besiedelung nicht vor.

Woher der Keim komme, sei aber ungewiss. Daher würde das gesamte Klinik-Personal sowie die Eltern mit Mund- und Rachen-Abstrichen auf den Erreger untersucht. Bei vielen gesunden Menschen kommen MRSA-Bakterien auf der Haut vor, ohne zu einer Erkrankung zu führen. Bei Riskogruppen wie Frühgeborenen und älteren Menschen können MRSA jedoch innere Organe befallen und etwa eine Lungenentzündung verursachen. 

Die Klink nimmt vorerst keine weiteren Frühgeborenen auf. Die Versorgung im Kreißsaal sei gesichert, teilte die HSK mit. 

HSK gesteht Probleme bei der Reinigung

Kurz zuvor hatte das "Team Wallraff" in einer verdeckten Reportage für den TV-Sender RTL mangelhafte Hygiene-Maßnahmen in mehreren deutschen Krankenhäusern dokumentiert. Auch in Wiesbaden stießen die Reporter auf zahlreiche Missstände, die sie mit Personalmangel vor allem in der Notaufnahme erklärten. Die HSK räumte in einer Stellungnahme zu der Reportage "Nachholbedarf" bei der Reinigung ein. Die Klinik befinde sich derzeit mitten im Übernahme-Prozess durch die Kette Helios. "Seitdem ist in unserer Klinik vieles in eine gute Richtung bewegt worden, auch wenn der Prozess noch nicht abgeschlossen ist", schreibt die HSK.

Die Hygienmängel "ziehen sich durchs ganze Haus"

Das Wiesbadener Gesundheitsamt und Oberbürgermeister Sven Gerich hatten auf den TV-Bericht mit Besorgnis reagiert und eine Untersuchung der Situation angekündigt. Die dargestellten hygienischen Verhältnisse seien inakzeptabel. Für die Stadt als Mehrheitseigner der HSK ist die Situation ein besonders großes Ärgernis.  

„Der RTL-Bericht überrascht uns nicht”, hatte der kommissarische Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Wiesbaden, Michael Forßbohm, die Situation kommentiert. Der "Frankfurter Neuen Presse" erklärte er zudem, das Gesundheitsamt habe 2015 mehrere unangekündigte Kontrollen in der Klinik durchgeführt. Die Hygienmängel "ziehen sich durchs ganze Haus", lautete sein Fazit. 

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