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Die wichtigsten Fakten zu Herpes labiales

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Herpes labialis (Lippenherpes):  

Die wichtigsten Fakten

22.08.2016, 13:14 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Die wichtigsten Fakten zu Herpes labiales. Herpes äußert sich oft durch unschöne Bläschen am Mund.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Herpes äußert sich oft durch unschöne Bläschen am Mund. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Lippenherpes (Herpes labialis) wird durch das Herpes-simplex-Virus Typ 1 ausgelöst. Im Zuge der Erkrankung zeigen sich auf der Lippe oder um die Nase wiederkehrende, juckende, mit Flüssigkeit gefüllte, schmerzhafte Bläschen, auch Fieberbläschen genannt.

Ursachen und Risikofaktoren: Was löst Herpes labialis aus?

Fast jeder trägt das Herpes-simplex-Virus Typ 1 in sich: Etwa 90 Prozent der erwachsenen Bevölkerung sind betroffen. Da das Virus fast überall zu finden ist, kommen die meisten bereits im Kindesalter damit in Kontakt. Die Erstinfektion verläuft häufig unbemerkt. Das Herpes-Virus nistet sich unerreichbar für die Immunabwehr in den Schaltknoten der Nervenzellen ein und wartet. Ab jetzt kann es jederzeit aktiv werden – was bei etwa einem Drittel der Betroffenen der Fall ist. Ob und wann die Erkrankung ausbricht, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Die Veranlagung, die Beschaffenheit der Hautstruktur sowie das Immunsystem spielen dabei die bedeutenden Rollen.

Wird das Herpes-simplex-Virus Typ 1 aktiv, wandert es über die Nervenbahnen zu der betroffenen Hautstelle. Dabei entsteht das unangenehme Kribbeln. In Folge der raschen Vermehrung der Viren bilden sich die hoch ansteckenden Bläschen. Diese sind meist harmlos, können aber unangenehm jucken und schmerzen. Die akuten Herpes-Schübe sind an spezielle Auslöser gebunden. Meist spielt ein schwaches Immunsystem dabei eine Rolle. So schwächt unter anderem UV-Licht die Hautbarriere und das Abwehrsystem des Körpers. Auch Erkältungen, Fieber, Stress und die Monatsblutung bei Frauen können das Virus aktivieren. Viele Patienten berichten zudem, dass sich die Bläschen häufig bilden, wenn sie sich ekeln.  

Symptome: Wie macht sich Lippenherpes (Herpes labialis) bemerkbar?

Wird das Virus aktiv, zeigen sich meist folgende Beschwerden:

  • Meist Ankündigung durch Kribbeln, Jucken und Spannen der betroffenen Hautpartie.
  • Die Hautstelle rötet sich.
  • Innerhalb weniger Stunden, seltener nach einigen Tagen, auftretende schmerzhafte Bläschenherde im Bereich der Lippen und der Mundschleimhaut, aber auch im Nasen- und Augenbereich.
  • Im weiteren Verlauf fließen die Bläschen ineinander, platzen auf und bilden eine Kruste.
  • Bei starkem Bläschenbefall ist das Allgemeinbefinden beeinträchtigt.

Viele Patienten haben bei einem Befall der Lippen zudem Probleme beim Essen, Trinken und Zähneputzen. Kommt es hierbei zu kleinen Verletzungen der betroffenen Stelle, kann das die Heilung verzögern. Unbehandelt klingen die Bläschen meist nach sieben bis zehn Tagen ohne Narbenbildung von selbst ab.

Komplikationen: Wann muss ich mit Herpes labialis zum Arzt?

Achtung: Da ab dem ersten Kribbeln das Ansteckungsrisiko sehr hoch ist, sollte man während des Bläschen-Schubs auf Küssen verzichten und Geschirr und Handtücher nicht gemeinsam benutzen. Wichtig ist zudem, regelmäßig die Hände zu waschen. Mögliche Medikamente, wie etwa Salben, sollten mit einem Wattestäbchen aufgetupft werden. Damit sich die Infektion nicht auf die Augen ausbreitet, sollten Kontaktlinsenträger in dieser Zeit vorsichtshalber zur Brille greifen.

Zum Arzt sollte man auf jeden Fall gehen, wenn sich die Herpesbläschen in der Nähe der Augen bilden oder ein starkes Krankheitsgefühl hinzukommt. Auch Neurodermitispatienten und Patienten mit schweren Grunderkrankungen wie etwa Krebs oder HIV, sollten bei Ausbruch der schmerzhaften Bläschengruppen besser einen Arzt aufsuchen. HIV-Kranke haben oft mit dem Herpes-Virus zu kämpfen. Hier kommt es häufig zu sehr starken Erscheinungsformen, bei denen teilweise der gesamte Körper betroffen ist. Bei einem sehr geschwächten Immunsystem kann der Erreger sogar Gehirnentzündungen hervorrufen.

Ein Arzt sollte auch dann aufgesucht werden, wenn die Bläschen nach zwei Wochen nicht abgeheilt sind oder sich immer weiter ausbreiten. Das gilt auch dann, wenn Herpes labialis häufiger als ein Mal innerhalb von zwei Monaten auftritt. Dies kann auf eine ernsthafte Immunschwäche und auf noch unerkannte Krankheiten hindeuten.

Diagnose und Therapie: Was hilft gegen die juckenden Bläschen am Mund?

Aufgrund des charakteristischen Aussehens der Herpesbläschen kann der Arzt die Diagnose leicht stellen. Weiterführende Untersuchungen sind nur bei Komplikationen notwendig. Meist können die Symptome durch eine Selbstmedikation gelindert werden. Beginnen sollte man, sobald sich die ersten Anzeichen zeigen.

In der Apotheke werden Salben und Gele mit antiviralen Wirkstoffen angeboten, darunter Aciclovir oder Penciclovir. Sie unterstützen das Abheilen der Bläschen. Bei schwereren Verläufen kommen rezeptpflichtige Medikamente zum Einsatz. Am besten wirken die Präparate, wenn sie ab dem ersten Kribbeln im Ein- bis Zwei-Stunden-Rhythmus angewendet werden – solange, bis die Symptome abklingen. Nahezu unsichtbar sind durchsichtige Pflaster, die auf die Bläschen geklebt werden. Sie enthalten meist schmerzlindernde Wirkstoffe, beispielsweise Hydrokolloid-075. Der Vorteil der Pflaster: Da die Bläschen abgedeckt sind, verringert sich das Ansteckungsrisiko. Eine mögliche Alternative zu den chemischen Präparaten ist Zink. Es wirkt zusammenziehend und austrocknend. Auch der Einsatz von Melisse in Form von Ölen oder Salben kann die Heilung positiv beeinflussen. Salbeiextrakt wird eine desinfizierende Wirkung zugeschrieben.

Bei starkem Befall können Kortisonpräparate zum Einsatz kommen oder Wirkstoffe wie Aciclovir werden in Form von Tabletten eingenommen. Diese Behandlung bedarf allerdings der Begleitung durch einen Arzt. Die Viren komplett aus dem Körper verbannen kann keines der Mittel. Sie wirken lediglich auf den Krankheitsverlauf ein.

Vorbeugen: Wie kann ich Lippenherpes vorbeugen?

Alles was das Immunsystem schwächt, beeinflusst das Herpes-Risiko. Dazu gehören UV-Licht, Erkältungen und andere Erkrankungen, Stress, Angst, Ekel, zu wenig Schlaf, aber auch hormonelle Veränderungen wie sie in der Pubertät, in den Wechseljahren und während der Schwangerschaft vorkommen. Auch Medikamente, die das Immunsystem herunterfahren, sogenannte Immunsupressiva, wirken sich auf das Herpes-Risiko aus. Das ist etwa bei einigen Rheuma-Medikamenten der Fall.

Um vorzubeugen ist es hilfreich, auf einen hohen UV-Schutz zu achten, Stress zu vermeiden und ausreichend zu schlafen. Maßnahmen, die das Immunsystem stärken, darunter Saunabesuche, eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung, können das Erkrankungsrisiko ebenfalls senken.

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